Programme

10.00–10.15 Uhr

Begrüssung durch den Präsidenten

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor

10.15–10.45 Uhr

Vortrag: Der Patientenflüsterer: Hypnose als
Kommunikation mit dem Tier in uns? Einsichten aus der Ethologie für die Hypnose

Dr. med. J. Philip Zindel

Wir sind nun einmal Primaten und damit Säugetiere. Uns sind alle animalischen Grundverhal-tensweisen und emotionalen Reaktionen angeboren wie unseren Kollegen aus dem Tierreich, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. In den menschlichen Psychopathologien ist der Erkrankungsort nicht primär die »Ratio« (als das, was uns von den anderen Tieren unter-scheidet) sondern die Animalität. Es handelt sich also um »Tierkrankheiten«, und tatsächlich kennen sie andere Tiere in praktisch identischer Form. Effektive Psychotherapien müssen also primär das Tier in uns ansprechen und nicht die Ratio. Psychotherapeutische »Wurzel-behandlung« ist also »Patientenflüstern«, und da bietet sich die Hypnose als Via Regia an. Mit Filmmaterial und Argumentationen soll dieser Ansatz erläutert werden.

11.00–11.35 Uhr

Vortrag: Trancesprache – die anthropologische Perspektive

Prof. Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. Walter Bongartz

Schaut man zurück in die anthropologische Vergangenheit der Hypnose, trifft man auf eine alte Grundstruktur der Trancesprache, deren Sprachmuster über alle Zeiten, Kontinente und Kulturen hinweg gleich geblieben sind und die gerade für das Erreichen tiefer Trancen be-deutsam sind. Derartige Sprachmuster finden sich in den grossen Epen der Menschheit (Gilgamesch Epos, Popol Vuh) genauso wie in den Trancetexten von Jäger- und Sammler-kulturen (Aborigines, San) oder bei Tranceritualen traditioneller Kulturen in Südostasien (Toraja). Der Vortrag beschreibt die Grundmuster der traditionellen Trancesprache, erläutert ihre Funktion und gibt Hinweise auf ihre praktische Anwendung.

12.00–13.30 Uhr

Workshops 07, 08, 11

14.30–18.00 Uhr

Workshop 08

19.00–20.00 Uhr

Generalversammlung der SMSH

Die Mitglieder der SMSH sind gebeten, mit ihrer aktiven, kritischen Teilnahme die Arbeit des Vorstandes zu würdigen. Auf vielseitigen Mitgliederwunsch wird die Höchstdauer der Generalversammlung neu auf 1 Stunde festgesetzt.

08.30–10.00 Uhr

Fallvorstellung

Moderation: Dr. med. J. Philip Zindel

Kolleginnen und Kollegen aus der Basis – sprich: Nichtprominente – und aus den verschiedenen Sparten, bieten anhand einer kurzen Fallvorstellung aus ihrer Hypnosepraxis einen Einblick in ihre »Küche«, in ihre Kreativität, in ihre Nöte, Erfolge, Misserfolge und Reflexio-nen. Es geht dabei weder um die Präsentation von vorbildlichen Therapien noch um öffentliche Supervision, sondern um anregende Bilder, die Mut machen sollen, sich selber vermehrt an die Hypnose zu wagen und vielleicht auch selber einen Fall vorzustellen. Melden Sie sich bei Dr. med. J. Philip Zindel, Hauptstrasse 17, 4102 Binningen, Fax: 061 731 34 23 E-mail: j.philip.zindel@bluewin.ch Ihr Beitrag kann Ihnen für den Fähigkeitsausweis angerechnet werden.

10.30–12.00 Uhr

Workshops 19, 23, 26

13.00–16.30 Uhr

Workshops 19, 23, 26

08.30–09.00 Uhr

Vortrag: Grenzen und Gefahren der Hypnose

Dr., Dipl-Psych. Hans-Christian Kossak

Welche Auswirkungen können Suggestionen haben? Wo liegen die Grenzen der Hypno-se-Patienten und ihrer Therapeuten? Anwendungsgrenzen in Klinischer und forensischer Hypnose. Ist man gegen seinen Willen hypnotisierbar – oder in Hypnose zu Verbrechen fähig? Ist Kreativitätssteigerung unter Hypnose möglich? Reinkarnation in Hypnose? Schwerpunkte des Vortrags bilden: Spionage mit Hypnose, bei Agenten Amnesien bewirken oder auflösen? Gegen Hypnose bzw. Suggestionen immun machen. Hypnose und ihre Folgen bei der Erblindung des Gefreiten Adolf Hitler. Eine Fallanalyse.

09.15–09.45 Uhr

Vortrag: Einführung in das Therapeutische Erzählen –
warum und wie Geschichten therapeutisch wirken.

Stefan Hammel, HSB, systemischer Therapeut, Hypnotherapeut und Autor

Unser Leben vollzieht sich in Geschichten, die wir uns selbst und einander erzählen – hyp-notherapeutische Arbeit auch. Klienten erzählen sich selbst und den Therapeuten Lebens-geschichten, Erinnerungsgeschichten, Deutungsgeschichten, Erwartungsgeschichten. Thera-peuten geben Impulse, die Lebensgeschichten transformieren, zuweilen wiederum mit Ge-schichten. Der Vortrag gibt Orientierung über grundlegende Fragen: In welcher Beziehung stehen Geschichten zu Hypnose, zum Träumen, zur Sprache? Wie unterscheiden sich Tran-ce- und Wachgeschichten? Wie kann man sie finden, erfinden, konstruieren? Wo lässt man sie anknüpfen? Was sagt oder tut man danach? Was macht eine gute Geschichte aus? Woher weiss ich, ob und wie sie therapeutisch wirkt? Und natürlich besteht Raum für die Fragen der Teilnehmenden .

10.00–12.45 Uhr

Workshops 38, 44

12.45–13.00 Uhr

Rückblick und Ausblick – Abschluss der Tagung

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor