Ateliers

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 1

Grundausbildung Kurs 1

Dr. med. Martin Schmid
Dr. med. Eva Albermann
Dr. med. dent. Ute Stein
Dr. med. Wiete Mohn-Schmid (Co-Referentin)

  • Einführung in die medizinische Hypnose
  • Definition und Geschichte der Hypnose
  • Korrektur von Mythen und Fehlschlüssen über Hypnose
  • Induktion: Demonstration und Kleingruppenpraxis
  • Lernen in Trance
  • Indikationen für Hypnose

Workshops für Fortgeschrittene

WS 2

Die Tonglen Praxis – Synergismus von Achtsamkeit und Hypnose

Dr. med. Urs Aemissegger
Caroline Holländer, Psychologin M.Sc. FSP & lic.oec. HSG

Immer wieder werden wir ausgebremst, erschreckt oder hilflos angesichts dessen, was uns begegnet: Krankheit, Grausamkeit, Ungerechtigkeit, Angst, Tod. Was dann? In solchen Mo-menten innezuhalten kann Raum öffnen. Die aus dem tibetischen Buddhismus stammende Tonglen Praxis ist eine Möglichkeit, in diesem Raum bewusst zu sein und Mitgefühl entste-hen zu lassen. Die Tonglen Praxis beinhaltet gleichermassen Elemente der Achtsamkeitsme-ditation als auch der hypnotischen Trance. Dabei nehmen wir das eigene Leid und das Leid der »Anderen« achtsam wahr, lassen uns davon berühren und begegnen ihm mit Mitgefühl (einer »Haltung mit Gefühl«), ohne in Aktivismus zu verfallen. In diesem erfahrungsorien-tierten Workshop werden Einblicke und Anwendungsmöglichkeiten dieser jahrtausendealten Methode vermittelt. Wir üben an uns und mit uns, dem Gegenüber und der Um-Welt, damit wir die wohltuende Geisteshaltung des Mitgefühls unmittelbar erleben und verstärkt nach aussen tragen können.

WS 3

Innere Helfer

Dr. med. Susan Balogh

Bei PatientInnen in verschiedenen Problemsituationen bzw. mit verschiedenen Störungen kann oft der Zugang zu ihren eigenen Ressourcen durch den Kontakt mit »inneren Helfern« erleichtert werden. Diese ermöglichen ihnen, bisher unerkannte Stärken, Einsichten und Lösungen zu erkennen und dann erfolgreich einzusetzen. Einige solche Übungen werden vorgeführt und dann in Kleingruppen geübt

WS 4

Hypnoakupressur und Hypnoakupunktur Eine Einführung in die Kombination der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) und der Medizinischen Hypnose

Dr. med. Ilias Christidis

Anhand leicht verständlicher Anweisungen und Beispiele soll gezeigt werden, wie die Prin-zipien der TCM während einer Hypnosesitzung, das Therapieergebnis positiv beeinflussen können. Es werden einfache Akupunkturpunkte und Punktekombinationen vorgeführt, welche wäh-rend einer Hypnosesitzung allen Therapeuten akkupressiert werden können (auch ohne einer Akupunktur- oder TCM-Ausbildung oder Vorwissen). Leichte, sanfte Berührungen während der Induktion oder der Trance (selbstverständlich nach Einwilligung des/der Pati-enten(-in)) verstärken und ergänzen die hypnotische Arbeit. Für AkupunkteurInnen ist es möglich, die Akupunkturpunkte zu stechen. Zusätzlich wird in die Lehre der 5 Elementen (Wandlungsphasen) eingegangen, um neue Anreize und Möglichkeiten für die Trancearbeit/Suggestionen zu entdecken. Zielgruppe: Ärzte, Therapeuten, eigentlich jeder und jede, die sich mit medizinischer Hyp-nose beschäftigt! Keine TCM- oder Akupunktur-Vorkenntnisse notwendig.

WS 5

Vom Tempelschlaf bis Erickson – ein Parforceritt durch die Historie der Hypnose mit praktischen Übungen

Alexander Ernst, Dipl. Psych.

Die Anwendung von Trance ist wohl eines der ältesten therapeutischen Verfahren. Schon in prähistorischer Zeit haben Menschen Zeremonien und Rituale gekannt, die suggestive Wir-kung hatten. Spätere Beispiele sind das Orakel von Delphi oder der Tempelschlaf, bei dem Patienten aufgefordert wurden, Heilmittel für ihre Beschwerden zu träumen. Weiterhin wer-den uns einige illustre Figuren wie Franz Anton Mesmer, Begründer des animalischen Mag-netismus vom Bodensee, oder der verdriesslich bei der Augenfixation dreinschauende Schotte James Braid begegnen. Ebenso wie die widerstreitenden Hypnoseschulen von Nancy und der des Hôpital de la Salpêtrière in Paris. Auch der für seine dramatischen Induktionen bekannte Abbé Faria, Freud und eine zwischenzeitlich erblindete junge Klaviervirtuosin werden uns beschäftigen … Als ein- und gegebenenfalls weiterführende Literatur zu empfehlen: ELLENBERGER, HENRI F. (2011): Die Entdeckung des Unbewussten. Geschichte und Ent-wicklung der dynamischen Psychiatrie von den Anfängen bis zu Janet, Freud, Adler und Jung. Zürich: Diogenes Themenheft der Zeitschrift Hypnose und Kognition (HyKog) Band 17 (1 & 2) Oktober 2000: Zur Geschichte der Hypnose; herunterladbar als PDF bei der MEG-Stiftung unter: www.meg-stiftung.de

WS 6

Therapeutisches Modellieren: Vom Entdecken ungeahnter Lebensmöglichkeiten

Stefan Hammel, HSP, systemischer Therapeut, Hypnotherapeut und Autor

Therapeutisches Modellieren ist eine schnelle, sichere, radikal effektive Form hypnosystemi-scher Therapie (oder wacher Hypnotherapie), bei der der Klient

  • das belastende Erleben auf verschiedene Sitzplätze dissoziiert,
  • sich als Person mit dem Zielerleben auf einem anderen Platz imaginiert,
  • sich durch einen Wechsel auf den Ziel-Platz mit dem Zielerleben identifiziert und
  • sein Zielerleben als neues Identitätserleben stabilisiert.

Teil dieser Therapieform ist ein genaues Beobachten und Beschreiben der nonverbalen Reak-tionen des Klienten, um positive Veränderungen zu verstärken und zu stabilisieren. Vom Körpererleben her entsteht so eine Einzel-, Paar- und Familientherapie, die gerade bei schwer durchschaubaren, chronifizierten und schnell eskalierenden Konflikten gute Lösungen her-beiführt.

WS 7

Ich will, dass die Schmerzen verschwinden

Dr. med. Manfred Koch

Chronische Schmerzen und die daraus resultierenden Folgen können zu einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität der betroffenen Person und dem sozialen Umfeld füh-ren. Dieser Workshop soll diejenigen Personen ansprechen, die ein Interesse an der Be-handlung von chronischen Schmerzen haben und involviert sind. Ob AnfängerIn, Vollblut-profi oder SkeptikerIn: Schmerzen können überall sein! Die Anwendungsgebiete, Möglich-keiten und Grenzen der medizinischen Hypnose bei der Behandlung von Personen mit chronischen Schmerzen werden miteinander erarbeitet, diskutiert und geübt. Eigene Fallprä-sentationen können dazu integriert werden.

WS 8

Wie gehe ich mit mir selbst um? Wege zu mehr Selbstfürsorge

Anna Dorothea Keller, Fachpsychologin FSP
Dr. med. Samuel Kohler

Im Umgang mit unserer Klientel ist uns Therapierenden Achtsamkeit und Empathie selbstver-ständlicher Anspruch. Mit uns selbst nehmen wir es diesbezüglich oftmals etwas weniger genau. Wir kümmern uns um andere und laufen Gefahr, in den Modus des Funktionierens zu geraten. Es täte aber sowohl uns wie der Qualität unserer Arbeit gut, auch bei uns zu »nehmen, was ist«, über Körpergewahrsein bei sich zu bleiben. Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge, gar Selbstliebe gehören auch uns. Gefühle (Emotionen), eben auch unsere, haben das Recht, gefühlt zu werden. Wenn Denken und Einstellungen zurücktreten dürfen, fällt der innere (oft negative) Kommentar weg. Zu erfahren, wie Gefühle sich im Körper ausdrücken und so aufmerksam und vorurteilslos »bei sich« zu bleiben, gibt Sicherheit und erleichtert Selbstverantwortung auf dem Weg vom Müssen zum Wollen. Wir zeigen einfache hypnotherapeutische Techniken dazu. Dem Austausch von Erlebtem soll genug Raum gegeben werden. Begleitende Klänge von Gongs und anderen Instrumenten erleichtern den Zugang zur emotionalen Innenwelt, fördern innere Reisen und können für sich Quell des Auftankens sein.

WS 9

Räume erkunden – Raumforscher

Dr. med. Alexandra B. Rosmus

In diesem Workshop geht es darum, den eigenen persönlichen Raum und seine Beziehung zum umgebenden Raum zu erkunden, mit verschiedenen Foci. Dies geschieht mittels Bewe-gungs-, Wahrnehmungs- und Trance-Übungen. Besonderer Akzent liegt dabei auf den Erfahrungen mit Nähe/Distanz, Enge/Weite wie wir es in der psychotherapeutischen/psychosomatischen Praxis erleben. Anregungen zur kreativen Utilisierung unserer Sprach-, Bewegungs-, Körper-Muster sollen »neue« Räume eröffnen. Assoziativ oder dissoziativ.

WS 10

Kurztherapie mit Hypnose – Intensivinterventionen bei Ängsten

Dr. phil, Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Diese sehr komplexe Hypnose-Kurz-Therapie von Ängsten und Phobien hat der Referent vor mehr als 30 Jahren entwickelt und vielfach erfolgreich erprobt. Die Therapieform ist äusserst effektiv, da sie meist bereits nach nur einer Sitzung dauerhaft erfolgreich ist, wie das zahlreiche über Jahrzehnte reichende Rückmeldungen und Katamnesen bestätigen. Die kognitiv-behavioralen Hypnose-Interventionen beinhalten u. a. gezielte Imaginationen, Sug-gestionen, Ressourcenutilisation und führen den Patienten zum Erwerb von relevanten Kompetenzen u. a. zur Selbstwahrnehmung, Emotions- und Selbstregulation und insgesamt zum Angstabbau. Nach einleitenden Darstellungen der theoretischen Grundzüge der Gene-se, Anamnese, der Indikationsbreite und der Grenzen der Therapieform erfolgt die ausführ-liche Demonstration der Therapieform. Dann ist ausreichend Zeit, unter Supervision intensiv in Kleingruppen zu üben und die Erfahrungen im Plenum zu diskutieren.

WS 11

Ressourcenaktivierung in Hypnose

Med. prakt. Christine Solanki

In diesem Workshop üben wir verschiedene Formen von Ressourcenaktivierung in Hypnose in Bezug auf eine Belastungssituation. Es sind Übungen zum »sicheren Ort« (mit Modifikationen aus Ego-State-Therapie und Trau-matherapie), zur »Inneren Stärke« und zur »Aktivierung von notwendigen/hilfreichen Fä-higkeiten für spezifisches Problem (Belastungssituation)« (in Anlehnung an ein EMDR-Protokoll, jedoch ohne EMDR, sondern mit Hypnose). Diese Übungen sind insbesondere wertvoll und hilfreich zur Stabilisierung, zur Stärkung des Selbstwertgefühls, der Selbstwirksamkeit und zur Selbstberuhigung. Die Übungen ermöglichen auch eine schonende sanfte Annäherung an ein Trauma, wenn die direkte Traumabehandlung noch nicht möglich ist.

WS 12

Wie akzeptiere ich das Unabänderliche?

Ph. D. Gary Bruno Schmid
Dr. med. Ursula Hanke

Wie unrealistisch darf man sein, bis man die Realität endlich akzeptieren kann? Immer dann, wann eine Suggestion zur glaubwürdigen Wirklichkeit wird, herrscht die Hypnose. In diesem WS werden wir praktische, suggestive und hypnotische Techniken lernen und üben, mit denen etwas Unabänderliches, das nicht akzeptiert werden kann, in etwas Ak-zeptables verwandelt werden kann.

WS 13

Kleingruppensupervision für den FA

Dr. med. Ursula Speck

Auf dem Weg zum Fähigkeitsausweis in medizinischer Hypnose SMSH sind 20 Stunden Supervision vorgeschrieben. Davon können 10 Stunden in Kleingruppen bis max. 5 Perso-nen absolviert werden. Die Teilnehmer bringen Fälle aus der eigenen Praxis mit. Diese werden wir gemeinsam bear-beiten und dabei die mannigfaltigen therapeutischen Möglichkeiten der klinischen Hypnose kennen lernen. Besonders werden wir auch auf die hypnotisch mobilisierbaren Ressourcen achten, die eine Gruppe zur Verfügung stellen kann. Diese Kleingruppensupervision ist für alle KollegInnen geeignet, die mit Hypnose schon in der Praxis arbeiten und sich in Hypnotherapie weiterentwickeln möchten.

WS 14

Hypnose in der psychiatrischen Praxis

Dr. med. Tosca van Glasenap
Dr. med. Ulrich Geissendörfer
Dr. med. J. Philip Zindel

Drei Psychiater und SMSH-Ausbilder/Co-Referentin laden ein zu einem Austausch-Workshop unter Psychiatern und psychotherapeutisch arbeitenden Kollegen. Tosca van Glasenap ist Kinderpsychiaterin mit Systemischer Therapieausbildung, Ulrich Geissendörfer ist Psychiater mit kognitiv-verhaltenstherapeutischem Hintergrund und Philip Zindel ist tiefenpsycholo-gisch orientierter Psychiater. Zusammen wollen wir einen Tag lang mit Euch Fragen austau-schen und Inputs aus unserer Erfahrung einbringen. Die Themen können von Fallbeispielen ausgehen und z. B. Traumabehandlung, Krisenintervention, Spezielles aus der Kinderwelt, Selbstfürsorge für uns, Perfektionismus, Spritzenphobie, IBS oder vieles mehr betreffen. In erster Linie soll die Begeisterung und die Selbstsicherheit in der Anwendung der Hypnose in unserem Bereich gestärkt werden.

WS 15

Hypnose und Selbsthypnose in der Psychoonkologie

Dr. med. Hansjörg Ebell

Bei leidvollen Erfahrungen (z. B. Ängste, Schmerzen, Nebenwirkungen der Chemotherapie) brauchen/suchen PatientInnen mit einer Krebserkrankung therapeutische Unterstützung. Hypnose und Selbsthypnose bieten vielfältige Möglichkeiten, individuelle Fähigkeiten und Ressourcen der Betroffenen für den Umgang mit der Erkrankung und den Therapiemass-nahmen zu verwenden. Im Kontext einer methodenübergreifenden »therapeutisch wirksamen Kommunikation« sind Hypnose und Selbsthypnose die Spitze einer Pyramide bzw. der »Punkt auf dem i«. Das Thema und praktisch wichtige Aspekte (z. B. Arbeit mit Ideomotorik) werden Schritt für Schritt mit den TeilnehmerInnen und Übungen entwickelt. Eigene Fälle bzw. Erfahrungen einzubringen, sind erwünscht. Literatur: »Hypnose und Achtsamkeit in der Psychoonkologie« mit Michael Harrer (Carl Auer 2021).

Grundausbildung für Anfänger

WS 16

Grundausbildung Kurs 2

Dr. med. Martin Schmid
Dr. med. Eva Albermann
Dr. med. dent. Ute Stein
Dr. med. Wiete Mohn-Schmid (Co-Referentin)

  • Vertiefung der Trance
  • Stadien der Hypnose
  • Hypnotische Phänomene
  • Theorie
  • Demonstrationen und Kleingruppenpraxis

Workshops für Fortgeschrittene

WS 17

Klang zum Sehen- Klang zum Hören- Klang zum (er)Spüren- Klang zum Fühlen

Dr. med. Urs Aemissegger
Wolfgang Rogg, Klangtherapeut

Die Verwendung von Klängen für Heilungszwe-cke ist uralt. Eingesetzt wurden sie meist von Schamanen im Rahmen von Heilungszeremonien. Im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Interesse am Wissen der alten Kulturen wurde auch die heilsame Wirkung der Klänge wieder entdeckt. Der Workshop bietet viel Spiel-Raum zum Erfahren und Üben. Er ermöglicht, Klängen zu begegnen, sie zu erfahren, zu erspüren, zu erleben, sich von ihnen berühren zu lassen und andere damit zu berühren. Wir arbeiten mit Klangschalen und Gongs. Sie lassen sich durch Klangmeditation in tiefe Entspannung versetzen, erspüren die Fülle und Kraft des Klanges, gehen mit Klängen auf die Reise und lassen sich allenfalls ins Reich der Träume entführen.

WS 18

Von der Problemtrance zur Hoffnungstrance: die Arbeit mit chronisch körperlich kranken Menschen

Dipl.Psych. FSP Martina Berchtold-Neumann

Die Corona Pandemie hat uns aufgezeigt, wie verletzlich wir sind und wie nahe Gesundheit und Krankheit beieinander liegen können. Patienten, die mit einer schweren körperlichen Krankheit konfrontiert werden, befinden sich nicht selten in einer Problemtrance. Unsere Kunst besteht darin, die darin enthaltenen Ängste und Befürchtungen aufzugreifen, sie zu modulieren und im besten Fall produktiv zu nutzen, auch im Sinne einer »posttraumatic growth«. Bedeutsam an dieser Arbeit sind der Einbezug von Angehörigen und Kindern und die Anleitung des Patienten zum selbstfürsorglichen Handeln. Wichtig dafür ist auch eine Reflektion unserer eigenen Haltung zu Themen rund um unsere Endlichkeit. Dieser Workshop ist für alle, die sich trauen, mit Humor und Kreativität sich diesem (ver-meintlich) schweren Thema zu widmen. Theoretische Inputs aus der aktuellen Forschung wechseln sich mit Übungen aus unserem hypnotherapeutischen und psychoonkologischen Werkzeugkasten ab.

WS 19

Natur – Wald – Unterwegs sein – »Back to the Woods«

Dr. med. Marion Christoph

Wir wollen in einem ersten Teil – wie es uns hier in Europa erscheint – neuen Trend der »Wald-Medizin« oder japanisch Shinrin-yoku »auf die Wurzel fühlen«. Mythen um Bäume werden erzählt. So können wir »unseren Lebens-Baum« in Trance (wieder-) entdecken: Ar-bor vitae – eingebettet in unsere Lebensgeschichte und unser soziales Miteinander. Nach der Mittagspause werden wir – ausser bei Sturm und Hagel – in wetterfester Kleidung bis zur Kaffeepause ein kleines Waldstück aufsuchen, um in Kleingruppen Achtsamkeit vor Ort zu üben. Zurück im Kursraum ist es Zeit, das achtsam im Wald Entdeckte nun hypnotisch zu vertiefen, um den Austausch mit verschiedenen Aspekten der eigenen Persönlichkeit zu fördern. Ziel des Kurses ist die Erfahrung von innerer Kommunikation und Stabilisierung, durch die seit Urzeiten erkannte, Metapher des Baumes und des Waldes. Das können wir unseren Patienten massgeschneidert vermitteln und sie ermutigen ihren Lebensbaum zu finden.

WS 20

Provokative Therapie

Dr. med. Marcel Buchser
Dr. med. dent. Claude Braun

Mehr und mehr leben wir in einer Gesellschaft der politischen Korrektheit. Jede und jeder versucht bewusst oder unbewusst so wenig wie möglich scharfe Kanten zu zeigen, um sich den scheinbar respektvollen Umgang mit den Mitmenschen zu sichern. In medizinischen Berufen erleben wir oft einen immensen Zeitdruck. Manche treten da sehr gerne in die Fussstapfen von Frank Farrelly und schätzen seine »provocative therapy« um schnell und oft mit wohltuendem Humor ans Ziel zu gelangen. Eine zentrale Frage in der hypnotischen Kommunikation und eventuell bereits beim Herstel-len des Rapports mit dem Patienten ist: Wie kommt ein »provocative approach« in einer Welt der Hypersensibilisierung und Berührungsangst in Sachen Kommunikation an? Mit einem kritischen Blick auf die Gesellschaft, werden wir uns eine klare Übersicht von den aktuellen Kommunikation-Formen verschaffen. Mit Filmausschnitten und Interviews werden wir humorvoll und spielerisch auf dem mysteriösen Weg der Kommunikation reisen. Es geht darum scheinbar gegenseitige Eigenschaften der menschlichen Natur zum Wohle des Patien-ten und des Therapeuten zusammen zu führen. Es geht um Effizienz, Authentizität, Ehrlichkeit, Respekt und mehr. Spannende Aspekte die einen animierten Austausch mit allen TeilnehmerInnen versprechen .

WS 21

Ein Tag mit J. Philip Zindel am Kaminfeuer

Dr. med. J. Philip Zindel
Dr. med. Claude Béguelin (Moderation)

»L’arroseur arrosé«. Philip Zindel hat während 7 Jahren »Am Kaminfeuer« moderiert. Endlich kommt er selbst dran! Wer kennt ihn nicht? Gründungsmitglied der SMSH, langjähriger Prä-sident, ausgezeichneter Ausbilder und Therapeut. Unermüdlich hat er sich für die Gesell-schaft engagiert, und auch Publikationen voller Kreativität geschrieben (Die 3D Methode, Hypnoanalyse, Die aktive Introjektion, Frühe und Borderline-Störungen, usw.). Philip ist perfekt zweisprachig und war eine ganz wichtige Brücke zwischen der deutschen Schweiz und der Romandie. Aber nicht nur in der Schweiz ist er bekannt. Er hat ebenfalls Referate und Workshops im Ausland gegeben. Das Konzept »Kaminfeuer« besteht darin, dass Sie für die Dauer eines Ganztagsworkshops mit besonders erfahrenen Ausbildern der SMSH Ihre Wünsche anbringen können, sie bei Demonstrationen erleben, Ihre Fragen stellen, persönli-che Anekdoten erfahren, konkrete Fälle oder Situationen besprechen können, ohne durch ein gegebenes Workshop Thema eingeschränkt zu sein. Das Programm entsteht also spon-tan zwischen Teilnehmern und Kursleiter. Bitte bringen Sie also konkrete Fälle und Fragen, oder einfach Ihre Neugier mit.

WS 22

Akut-Selbstfürsorge des Therapeuten

Prof. Dr. med., Dr.rer.nat. Ernil Hansen

Die Therapie ist umso besser, je besser der Zustand des Therapeuten. Daraus leitet sich für den Therapeuten nicht nur sich selbst, sondern auch dem Patienten gegenüber einer Ver-pflichtung ab, auf sich zu schauen. Dazu sind nötig

  • sorgsame Aufmerksamkeit und frühe Wahrnehmung der Belastungssituation
  • rasche Methoden zum »Herunterkommen« (Atmung, PMR, Stufen, Seufzen)
  • Kennen, Erkennen und Neutralisierung negativer Erwartung und Programmierung (Nocebo durch »immer«, »nie«, »will nicht«, »kann nicht«)
  • Kenntnis und Aktivierung innerer Ressourcen (Helfer, innerer Kraftraum)
  • Beachtung von Grundbedürfnissen (Bindung, Lustgewinn, Orientierung, Kontrolle, Selbstwert)
  • Selbststärkung Selbstbild, Posing, Kraftwort, »Klopfen«)
  • Behalten der Interpretationshoheit (Reframing) Diese Fähigkeiten werden im Seminar vorgestellt, diskutiert, ausprobiert, erfahren und geübt.

WS 23

Quo vadis Corona? – eine praxisnahe Einführung in das I Gin/Yi Jing

Dipl. Psych. Yvonne König

Ganzheitliche Ansätze in Medizin und Psychologie werden immer öfter für die Ausbil-dungskataloge diskutiert. So, wie es in der Traditionellen Chinesischen Medizin üblich ist, verfolgt die Moderne Integrative Psychotherapie ebenfalls einen ganzheitlichen Ansatz, in dem sich die Kombination hypnotherapeutischen Arbeitens mit dem I Ging/Yi Jing, als über-aus effektiv erwiesen hat. Somit bietet dieser WS neben unterstützenden, lösungsorientierten Trance-Erfahrungen für diese besondere Zeit eine kleine Einführung in das I Ging und den praktischen Gebrauch des zeitgenössischen Grundlagewerkes »Yi Jing – Das Buch vom Leben«. Dieses Tool berei-chert nicht nur die ärztliche und psychotherapeutische Praxis, sondern hilft auch bei der Lösung privater Problematiken. Durch die Anbindung der chinesischen Astrologie an das Hexagramm-System dürfte das Hexagramm 17 Die Nachfolge/Die Anpassung, das dem Jahr 2023 zugeordnet ist, von besonderem Interesse sein. Das Jahr in dem Menschen ihren 60.Geburtstag feiern, oder geboren werden, haben astrolo-gisch betrachtet, eine besondere Verbindung zu den Themen des Jahres-Hexagramms. Die TeilnehmerInnen lernen sehr einfach eigenständig, mit einer ausgehändigten Übersichtsta-belle, die passenden Passagen für eine Person zu finden, bzw. mit entsprechenden Metho-den, Antworten auf Fragen. Das hat schon so manch verborgenen Hintergrund erhellen können.

WS 24

Raum schaffen für neue Entwicklungen

Dr. med. Corinne Marti Häusler

Probleme und Krankheit machen Menschen blockiert, erstarrt und mutlos, sodass sie in einer Negativtrance verharren können. Dies verhindert den Zugang zur eigenen Kreativität und das Vertrauen in die Möglichkeit neuer Lösungen und Entwicklungen. Mit Hypnose möchten wir zu neuen Perspektiven, zu gutem psychischen und körperlichen Gleichgewicht und Wohlbefinden beitragen. Damit dies gelingt, braucht es Offenheit, Beweglichkeit, Vertrauen und eine tiefe Verbindung mit unseren Ressourcen und unserer Kreativität. Wie kann Hyp-nose Haltungen und Zustände fördern, die als Grundlage für Heilung, Wachstum und Ent-wicklung dienen, um herausfordernden Lebenssituationen und Aufgaben möglichst sinnvoll und mit Vertrauen begegnen zu können? Austausch, Übungen und Trancen zu dieser The-matik.

WS 25

Creating new resources: how to do hypnotic age regression therapy (dieser WS wird in englischer Sprache gehalten)

Dr. med. Michael Schekter

  • During a trance state, positive change occurs when thoughts, body feelings and emotions change at the same time. Past positive experiences stocked in our unconscious memory can be reactivated during age regression therapy. Another major goal is to treat negative and traumatic experiences, still active today in their partially resloved form, as seen in the symptoms of mental illness codified in the ICM: such as phobia and anxiety disorders, conversion, TOC, somatoform pain, psychosomatic disorders, sleep problems, recurrent nightmares, troubles in self estime, abandonism, pathological morning etc. When treated newly defined solutions are integrated within the mind-body set. Symptoms are modified or disappear.
  • This first part will deal with positive age regression: reactivating and creating resources. Presented in English with Powerpoint and protocols in German and English, with demon-strations followed by personal experience in therapist-patient couples.
  • The workshop, in 2023, provide treatment leading to healing of the foe mentioned ill-nesses.

WS 26

Hands on: praxisorientierte Kurzinterventionen und Tranceconvincer

Ph.D. Gary Bruno Schmid
Dr. med. Walter Schweizer

In diesem Workshop werden wir ein Repertoire von Kurzinterventionen und Hypnose Con-vincern (»Bestätiger«) aus unserem Erfahrungsschatz weitergeben und diese in Demonstra-tionen und Paarübungen erleben lassen: wirksame, zeiteffiziente und überzeugende Me-thoden für den Einstieg in die Trance. Auch eigene Fälle sind willkommen, um sie dann live im Setting von Demonstrationen oder Paarübungen zu bearbeiten.

WS 27

Synergien nutzen durch Kombination von Akupressur und Hypnose bei der Zahnbehandlung.

Dr. med. Gisela Zehner

Viele Patienten können sich während der Zahnbehandlung nicht gut entspannen, weil sie sehr aufgeregt, gestresst und schmerzempfindlich sind oder von einem starken Würgereiz geplagt werden. Sie können deshalb nur sehr schwer in Trance geführt werden, und eine Zahnbehandlung mit Hypnose gelingt bei ihnen nur selten. Werden aber während der Zahnbehandlung je nach Bedarf entsprechende Akupunktur-punkte zum Abbau von Stress, zur Anxiolyse und Beruhigung, zur Schmerzlinderung oder gegen den Würgereiz massiert (Akupressur), können diese Patienten meistens umgehend eine entspannte Hypnosezahnbehandlung erleben, da sich diese beiden Methoden hervor-ragend ergänzen. Die Punkte werden je nach Lage vom Patienten selbst oder vom Behandler bzw. einer Mitar-beiterin oder bei Kindern von deren Begleitperson akupressiert. Im Seminar wird die Lage der Akupunkturpunkte genau erklärt und das Auffinden der Punkte trainiert. Diese Übungen versetzen jeden Teilnehmer sofort in die Lage, das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Zudem werden zahlreiche Videobeispiele aus der Kinderzahnarztpraxis der Referentin ge-zeigt, wodurch diese Methodenkombination anschaulich und praxisnah dargestellt werden kann. Die Teilnehmenden können somit die Wirkung der Kombination von Akupunktur bzw. Akupressur und Hypnose bei Kindern sehr gut nachvollziehen – und was bei unseren klei-nen Patienten gut funktioniert, hat sich natürlich auch in der Erwachsenenbehandlung hervorragend bewährt!

WS 28

Hypnotherapeutische Unterstützung bei Abschiedsnahme von Verstorbe-nen

Dr. med. (cz) Denisa Vrankova

Wir erfahren während dem Workshop in einem rührenden, tiefgreifenden Prozess, wie wir unsere Mitmenschen beim Abschied von verstorbenen, nahe stehenden Personen oder Tie-ren hypnotisch unterstützen können … Dieses Mal mit genügend Zeit für alle Teilnehmer, den Prozess selbst auszuprobieren und gegenseitig von Erfahrungen der Anderen zu ler-nen.

WS 29

Die Magie der Komplementarität

Dr. med. Heini Frick

Wir experimentieren in Einer-, Zweier- und Dreiergruppen, um vom analytisch-vernünftigen Entweder- oder-Modus (richtig oder falsch) in den kreativen Sowohl- als-auch- Zustand zu kommen. Trance und zentrierte Achtsamkeit als Elemente der generative Trance nach Ste-phen Gilligan sind fruchtbare Körper-Geisteszustände, in denen die Chance steigt, dass 1 + 1 = 3 wird. Der Prozess ist ergebnisoffen und somit seins- und nicht zielorientiert. Wir lernen die Magie von »Good-Self, Bad-Self«, des »Energy-Balls« und des »Tetralemma« in Action kennen. Bei letzterem versuchen wir über den »sowohl-als-auch-Modus« hinaus in den »weder-noch – Modus« zu gehen (Buddhistischen Koan: »weder Stillstand – noch Be-wegung«). Der WS knüpft thematisch an denjenigen von Oliver Ryhiner 2021 an.

Grundausbildung für Anfänger

WS 30

Grundausbildung – Zusätzliche Übungen

Dr. med. Martin Schmid
Dr. med. Eva Albermann
Dr. med. dent. Ute Stein

Vertiefung und Üben des am Donnerstag und Freitag Gelernten. Nachdem die Kurs 1 und 2 (WS1 und WS16) nur je 5 Stunden statt 8 dauern, müssen mit diesen zusätzlichen Übungen zusammen mit den Veranstaltungen im Plenum die restlichen 6 Stunden absolviert werden, die für den Fähigkeitsausweis gefordert sind.

Die anschliessenden Grundkurse 3 und 4 werden am 28./29. April 2023 in Balsthal durchgeführt, wofür Sie sich am Seminar gleich anmelden und einen Platz reservieren können.

Workshops für Fortgeschrittene

WS 31

Individuelle Göttinnenmischung für den Alltagsgebrauch

Dr. med. Simona Zahradnicek
Dr. med. Erika Colombo

Eine Gebrauchsanleitung Nachdem Ihr im Jahr 2021 einen wunderbaren Olymp erschaffen habt, wecken wir die 7 Göttinnen im Jahr 2022 nochmals auf. Wir ergreifen die Gelegenheit alle sieben Frauen mit ihren Eigenschaften in Erinnerung zu rufen, um uns danach in persönliche Tranceerleben zu begeben. Zuerst in Form von Gruppentrancen, gefolgt von einer Demo und Übungen. Der Samstagmorgen richtet sich an die Teilnehmerinnen von 2021 die eine Vertiefung erle-ben möchten und an neugierige Frauen, die im Jahr 2022 einen kurzen Blick auf die Göt-tinnen erhaschen möchten. Wir freuen uns auf Euch.

WS 32

Tinnitus: warum er kommt, wenn er kommt – warum er bleibt, wenn er bleibt – warum er geht, wenn er geht … und was wir therapeutisch dafür tun können …

Stefan Hammel, HSP, systemischer Therapeut

Ausgehend von Beobachtungen aus Neurowissenschaft, Medizin und Therapeutischer Pra-xis erläutert Stefan Hammel zunächst die Entstehung, Selbststabilisierung und hypnothera-peutische Behandlung von halluzinatorischen Ohrgeräuschen (Tinnitus aureum). Die therapeutischen Interventionen werden anschliessend im Rahmen einer Demonstration und/oder in Form von Fallbeispielen und anschaulich erzählten Interventionen präsentiert. Der Workshop bietet Raum für Erfahrungsaustausch, Diskussion des Erfahrenen und super-visorische Arbeit mit den Anliegen der (Patienten) der Teilnehmenden.

WS 33

Interprofessionelle Hypnose-Behandlungen – Chancen und Möglichkeiten

Dr. med. Bettina Kleeb
Eva Maria Daun, Fachfrau Gesundheit, Pain Nurse in der Behandlungspflege

Unser Workshop richtet sich an Berufspersonen, die interprofessionell zusammenarbeiten. In unserem Schmerzambulatorium arbeiten wir interprofessionell und integrativ. Wie das geht? Das zeigen wir in unserem Workshop. Im ersten Teil möchten wir unser Modell der Zusam-menarbeit vorstellen. Unsere Patient*innen werden kontinuierlich von zwei Fachpersonen mit unterschiedlichen Grundausbildungen behandelt. Sie lernen dabei von zwei verschiedenen Personen, wie sie Selbsthypnose machen können. Mit diesem Modell schaffen wir darüber hinaus die Kapazität, um auch längerfristiger Behandlungen ohne Unterbrüche anbieten zu können. Ausserdem behandeln wir integrativ, das heisst wir mischen konventionelle Medizin mit komplementären Verfahren. Immer dabei ist bei uns die hypnotische Kommunikation. Mit der Arbeit am Körper entsprechen wir dem Krankheitsmodell unserer Patient*innen und führen sie dann sanft zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise hin.

WS 34

»Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!«

Dr. med. Ursula Speck
Claudia Kühnis

»Die Verbindung aus Trance und Ritual ist sehr kraftvoll. Die Trance erleichtert uns den Zugang zu unseren eigenen Quellen von Kreativität, Intuition und Heilung. Das Ritual dient einer bewussten Handlung in Selbstverantwortung und ermöglicht eine neue innere Aus-richtung. In der Kombination aus Hypnose und Ritual wird ein geschützter Raum geschaf-fen, der eine grosse Unterstützung für Veränderungsprozesse sein kann. In diesem Selbsterfahrungs-Workshop lassen wir bewusst etwas (Altes) los. Wir finden die Freiheit im Lösen von alten Fesseln unter dem Wasserfall. Nicht immer brauchst Du einen Plan. Atmen, Visualisieren, Loslassen und Vertrauen ist der Weg zu einem befreiten Leben. In diesem Workshop hast Du die Möglichkeit etwas loszulassen, das Dich daran hindert, wei-terzugehen und kannst etwas Neues und Schönes in Dein Leben einladen. Bitte mitbringen: ein Thema, von dem Ihr Euch verabschieden möchtet.«

WS 35

Adding tools to your essential hypno-therapist toolbox

Dr. med. Michael Schekter
Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor

We, as health professionals need some basic protocols to be able to help our patients with all their varied problems. This workshop, in English with German translation, will provide easy to use but effective protocols in English and German. After demonstrations, the partic-ipants, will be invited to experiment easy to use protocols in patient-therapist couples . The toolbox contains methods for: 1(stabilization during strong emotional reactions, 2) method for targeting the problem, 3) to bring about a protocol to bring about positive change and healing by integrating imag-ined active colored light, the helping hands method to cure simple phobia and if time per-mits a method to reactive and anchor resources such as confidence, courage, strength and calm.

WS 36

Das medizinische Aufklärungsgespräch, eine hypnotherapeutische Gratwanderung

Dr. med. Julia Schürch

Vor jedem Eingriff oder ausführlicheren Therapie muss heute ein Aufklärungsgespräch statt-finden. Dank Hypnose und guter Kommunikationstechnik hat man eine gute Beziehung mit dem Patienten aufgebaut, die Ängste und Sorgen besprochen und vielleicht sogar schon Entspannungstechniken erfolgreich geübt, aber dann sollte man noch die mehr oder weniger lange Liste der Komplikationen besprechen, welche vor negativen Suggestionen nur so trieft. Im Workshop werden diesbezüglich verschiedene Konzepte und Literaturhinweise vorge-stellt, sowie der rechtliche Rahmen dargestellt. Wir werden praktisch Formulierungen erarbei-ten und praktisch üben. Für den Workshop sollen Aufklärungsprotokolle und Einverständniserklärungen etc. vom eigenen Arbeitsort mitgebracht werden, insbesondere die häufig benutzten und »schwieri-gen« Exemplare interessieren uns. Voraussetzung für den Workshop ist eine abgeschlossene Hypnose-Ausbildung und idealerweise praktische Erfahrung in Aufklärungsgesprächen.

WS 37

Die Kunst der Hypnose – der persönliche Stil

Dr. med. Hans Wehrli

Wie hat sich meine Hypnose im Laufe vieler Praxisjahre entwickelt? Was für Muster, Module und Gewohnheiten haben sich eingeschlichen? Wie weit sind sie Teil eines kreativen Pro-zesses, oder wie weit könnten sie aber auch einengend der Offenheit gegenüber der gege-benen Situation im Wege stehen? Es geht hier weniger um Techniken als um Stil und Haltung. Dabei gibt es auch Raum für Austausch und Übungen.

WS 38

Therapeutische Hypnose – erfolgreiche Arbeit mit eigenen Ressourcen und Archetypen

Dr. med. Wiete Mohn-Schmid

In diesem Workshop stelle ich die »Zauberwiesenstrategie« nach G. Renartz vor, die ich seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Settings erfolgreich nutze und die sich auch her-vorragend zur Selbsthypnose eignet. Nach Erreichen einer guten Arbeitstrance gelangen wir zu einer Kontaktebene mit dem Unbewussten, auf der die verschiedenen Ressourcen und Archetypen, die hilfreich im Heilungsprozess sein können, utilisiert werden wie z. B. die Weise Instanz, Freund und Helfer, Innerer Heiler, Inneres Kind, Innerer Beschützer uvm. Diese Art der Trance ermöglicht – frei von Fremdbestimmung – strukturiert die individuelle Selbstentwicklung, hilft Selbsthemmungen aufzulösen und befördert den Heilungsprozess. Wir operieren immer aus der Sicherheit heraus, lernen die Möglichkeiten der kombinierten Archetypennutzung kennen. Gruppentrance, Einzeldemonstration und Übungstools verhel-fen dazu, am Montag selbständig mit den Hypnotisanden zu agieren.

WS 39

Selbstfürsorge

Prof.Dr. med. Lukas Degen

Was für eine wichtige Ressource ist die achtsame Selbstfürsorge in unserem Alltag. Dabei kann Selbsthypnose und Meditation eine persönliche Quelle von Kraft und Energie sein, die über das Selbst hinauswirken. Dieser Kurs soll Inspiration und Möglichkeit bieten, um Tech-niken und Ideen für sich kennen zu lernen oder erneut zu beleben. Erlebte Selbstfürsorge wird zentrales Thema dieser Stunden sein.

WS 40

Hypnose im Kino

Dr. med. Heinz Rüegg

Wie in den vergangenen Jahren sehen wir uns einen Kinofilm an, bei dem Hypnose eine zentrale Bedeutung spielt. Auf unterhaltsame und spannende Art und Weise erfahren wir so etwas über die Ängste und Erwartungen, welche unsere Klienten mit der Hypnose verbinden.