Ateliers

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 1

Grundausbildung Kurs 1

Dr. med. Eva Albermann, Dr. med. Ursula Speck,
Dr. med. Ulrich Geissendörfer, Dr. med. dent. Ute Stein

  • Einführung in die medizinische Hypnose
  • Definition und Geschichte der Hypnose
  • Korrektur von Mythen und Fehlschlüssen über Hypnose
  • Induktion: Demonstration und Kleingruppenpraxis
  • Lernen in Trance
  • Indikationen für Hypnose

Workshops für Fortgeschrittene

WS 2

Die Tonglen Praxis – Synergismus 
zwischen Achtsamkeitsmeditation 
und hypnotischer Trance

Dr. med. Urs Aemissegger, 
Caroline Holländer, Psychologin M.Sc. 
FSP & lic.oec.HSG

Immer wieder werden wir ausgebremst, erschreckt oder hilflos angesichts dessen, was uns begegnet. Krankheiten, Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, Ängste, der Tod. Was dann? In solchen Momenten innezuhalten eröffnet uns Raum. Die aus dem tibetischen Buddhismus stammende Tonglen Praxis ist eine Möglichkeit, in diesem Raum bewusst zu sein. Sie rückt Liebe und Mitgefühl in den Mittelpunkt. Dabei werden das eigene Leid und das Leid der »Anderen« nicht ignoriert, sondern achtsam vergegenwärtigt und gleichzeitig mittels Kultivierung der eigenen Herzenskraft transformiert. Die Tonglen Praxis beinhaltet gleichermassen Elemente der Achtsamkeitsmeditation (»wahr-nehmen«) als auch der hypnotischen Trance (»annehmen und transformieren«): Leid annehmen und Mitgefühl aussenden – und nicht in Aktivismus verfallen. In diesem erfahrungsorientierten Workshop vermitteln wir Einblicke und Anwendungsmöglichkeiten dieser jahrtausendealten Methode. Wir üben an und mit uns, dem Gegenüber und der Um-Welt, damit wir die ansteckende und wohltuende Geisteshaltung des Mitgefühls unmittelbar und verstärkt nach aussen tragen können.

WS 3

Hypnose in der 
praktischen Anwendung

Dr. med. dent. Solveig Becker

Hypnosebehandlungen in der Praxis – Ich präsentiere meine neuesten Videofälle und es sei ausdrücklich erlaubt abzukucken! In jedem Gebiet der Heil- und Zahnheilkunde lässt sich Hypnose am Patienten einsetzen. Im Rahmen von chirurgischen Eingriffen ist die Übergabe des in Trance befindlichen Patienten an den Operateur eine besonders wertvolle Zusammenarbeit. Die Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen im Aufrechterhalten der Trance hat einen hohen Anteil in meinem Behandlungskonzept. Schauen sie mir über die »Schulter«, wie Patienten in Trance die verschiedensten zahnärztlichen Behandlungen bei mir erleben – wie Dissoziation, Fraktionierung und das Ankern des Trancezustandes für Folgebehandlung fast spielerisch eingesetzt werden. Praktische Übungen begleiten den Workshop und ermöglichen die Selbsterfahrung.

WS 4

Hypnose als Quelle der Zuversicht

Prof. Dr. med. dent. Christian E. Besimo, Dr. med. dent. Ruth H. Besimo-Meyer

Menschen im medizinischen Kontext befinden sich in einem Ausnahmezustand und beziehen Geschehnisse in negativer Weise auf sich selbst. Die Wahrnehmung von Atmosphäre und Gestimmtheit der Fachpersonen ist erhöht. Vieles wird wörtlich verstanden, Negationen ausgeblendet. Menschen erstarren und erscheinen ruhig, obwohl sie es nicht sind. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Umgebung und der Zeit sind verändert. Es besteht eine erhöhte Suggestivität und Suggestibilität. Die Menschen erleben Kommunikation mit medizinischen Autoritätspersonen als aussergewöhnlich. Sorgen und Ängste werden verschwiegen, Informationen ausgeblendet. Diagnosen zerstören die Illusion, ohne Therapie gesund und leistungsfähig weiterleben zu können. Es entstehen Gefühle der Angst, Hoffnungslosigkeit, Trauer oder Enttäuschung. Wir utilisieren spontane Trance, um Menschen mit Zuversicht in der Medizin aufzunehmen, zu betreuen und in ihrem Ich bestärkt wieder zu entlassen

WS 5

Frauen und ihre Göttinnen

Dr. med. Simona Zahradnicek Dr. med. Erika Colombo

«Vor langer, langer Zeit, an der Schwelle wo das Matriarchat ins Patriarchat hüpfte, wussten die Menschen noch um die Göttinnen und liessen sie den Olymp bevölkern. Die Griechischen Göttinnen sind wunderbare Metaphern für Frauen, die uns in der Hausarztpraxis und privat regelmässig begegnen. Die Patientin die ihre kranke Mutter zu Hause pflegt, kann im Kontakt mit Persephone ihre Tochterrolle überdenken. Die Studentin mit Schlafstörungen vor Prüfungen bedarf der inneren Athene. Die betrogene Gattin die unter Luftnot leidet holt sich Rat von Hera. Die rebellische Teenagerin die den Tieren zu liebe eine extreme Ernährung wähl steht im Zeichen von Artemis. Demeter in uns, die in der Mutterrolle aufgehen will kann im argen Konflikt mit der kreativen Aphrodite stehen was Bauchschmerzen bewirkt. Schreitet die Zeit fort kann Hestia helfen die körperlichen Veränderungen der Menopause zu überwinden. In dem Workshop kann jede Teilnehmerin in Trance ihren eigenen Tempel bauen und die sieben Göttinnen mit ihren Stärken und Schwächen kennenlernen. Wir nehmen in Gruppentrancen Kontakt zu ihnen auf und aktivieren was zu aktivieren ist und deaktivieren was zu deaktivieren ist.

WS 6

Texte generieren für Menschen in Not

Prof. Dr. med., Dr. rer. nat. Ernil Hansen

Aus den psychologischen Bedürfnissen des Menschen und den Stressoren, die zu Angst bis hin zur Traumatisierung und zu posttraumatischen Störungen führen, kann man die Themen ableiten, die bei Menschen in Not angesprochen werden müssen, verbal und nonverbal. Dabei ist es gleich, ob es sich um einen medizinischen oder psychischen Notfall handelt, ob während eines Transportes, einer Reanimation, einer Behandlung, einer Operation oder einer Intensivtherapie, ob für eine Krankheits-, Krisen- oder Sterbebegleitung, ob es sich um einen wachen oder bewusstlosen Patienten oder um einen selbst handelt. Diese Themen sind authentisch mit eigenen Worten und nonverbalen Signalen sowie patienten- und kontextangepasst zu füllen. Der Workshop bietet Anwendungsbeispiele und Übungen dazu.

WS 7

HypnoMentale Geburtsvorbereitung

Dipl. Psych. Yvonne König

Die HypnoMentale Geburtsvorbereitung (HMGB) ist ein, via Multicenter-Studie verifiziertes, additives Unterstützungsangebot für Schwangere, das sich nicht nur für Erstgebärende und Frauen nach schwierigen Geburtserfahrungen, als sehr hilfreich erweist. In diesem praxisorientierten Kurs wird die standardisierte, Manual gestützte Methode und alle Belange bzgl. der praktischen Umsetzung (Aufbau und Inhalte der durchschnittlich 
4 Sitzungen, Einzel- und Gruppensetting, etc.) vorgestellt, durchgeführt und möglichst in Kleingruppenarbeit eingeübt. Mit der Idee, dass Sie das Verfahren unmittelbar einsetzen/anbieten können. Im Jahre 2001 und 2004 hatte ich die Möglichkeit die Wirkung der HMGB selbst zu testen und auch Klientinnen, die beide Verfahren (HypnoBirthing/HMGB) kennengelernt haben, berichten über eine erstaunliche Effektivität der HypnoMentalen Geburtsvorbereitung. Schön, dass sie mehr und mehr Verbreitung finden darf.

WS 8

Kurztherapie mit Hypnose –
Intensivinterventionen bei Ängsten

Dr. phil, Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Diese sehr komplexe Hypnose-Kurz-Therapie von Ängsten und Phobien hat der Referent vor mehr als 30 Jahren entwickelt und vielfach erfolgreich erprobt. Die Therapieform ist äusserst effektiv, da sie meist bereits nach nur einer Sitzung dauerhaft erfolgreich ist, wie das zahlreiche über Jahrzehnte reichende Rückmeldungen und Katamnesen bestätigen. Die kognitiv-behavioralen Hypnose-Interventionen beinhalten u. a. gezielte Imaginationen, Suggestionen, Ressourcenutilisation und führen den Patienten zum Erwerb von relevanten Kompetenzen u.a. zur Selbstwahrnehmung, Emotions- und Selbstregulation und insgesamt zum Angstabbau. Nach einleitenden Darstellungen der theoretischen Grundzüge der Genese, Anamnese, der Indikationsbreite und der Grenzen der Therapieform erfolgt die ausführliche Demonstration der Therapieform. Dann ist ausreichend Zeit, unter Supervision intensiv in Kleingruppen zu üben und die Erfahrungen im Plenum zu diskutieren.

WS 9

Selbstresonanz und 
hypno-systemische Selbststeuerung 
in herausfordernden Zeiten

PD Dr. med. Uwe H. Ross

Hintergrund: »Am liebsten bin ich ganz ich selbst, aber ich komme so selten dazu.« Die aktuellen Veränderungen fordern unsere willkürlich arbeitende Ich-Instanz mehr denn je. Nicht selten werden konditionierte, unwillkürlich-automatische Reaktionsweisen, wie »negative« Emotionen (z. B. Angst, Hilflosigkeit, Ärger), vermehrt spürbar. Im Workshop werden Interventionen vermittelt, die den raschen Zugang zum Selbst erlauben, die emotionale Verantwortlichkeit ermöglichen und eine Anregung ressourcenreicher unwillkürlich-automatischer Erlebnisprozesse erlauben, um in belastendenden Situationen »mehr-man-selbst« zu sein. Hypnose wird als Mittel einer freiheitsorientierten Selbststeuerung erfahrbar, die das Ich entlastet, die Selbst-Resonanz und die Ich-Selbst-Kooperation fördert und einen Zustand von Mühelosigkeit kultiviert. Lernziele: Sie erleben wirksame Kurzinterventionen auf der Basis eines neurobiologischen Modells der Selbststeuerung aus Hypnose, Health-NLP u. a. Ablauf: Kurz-Input zur Arbeit, Demonstration, praktische Übungen Didaktische Mittel: Live-Demonstration, Partner-/Gruppenübungen

WS 10

»Mit dem Herzen sehen« – 
»Wahrnehmung versus Vorstellung!«

Dr. med. Olivier Ryhiner Olivier

Viele traditionelle Techniken der Tranceinduktion und des »Trance-Drehbuchs« basieren auf vernünftigen, also kognitiven Vorstellungen des Therapeuten und des Klienten. Dies kann leicht zu Inkongruenzen der Vorstellungswelten beider Beteiligten führen. Alternative dazu könnte eine Wahrnehmung sein, die man am besten als »Sehen mit dem Herzen« beschreiben würde: Das »Gespür«, »The Felt Sense«, das »Nonverbale Gewahrsein«. Erst wenn Kognition und Gespür zwischen Klienten und Therapeuten im Einklang sind, kommt es zum Phänomen der Resonanz, der Conditio sine qua non von jeder erfolgreichen Hypnosetherapie. In diesem Workshop werden wir mit vielen Übungen versuchen, diese Resonanz zu stärken und weiter zu entwickeln.

WS 11

»Staunen und Intuition im Selbstheilungsnarrativ üben«

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Walter Schweizer

Staunen als Wegbereiter der Intuition in der Begegnung im hypnotischen Kontext. Anwendung von Hoffnung fördernden Hypnose-Techniken beim Aufbau eines bewusstseinsmedizinischen Selbstheilungsnarrativs unter Berücksichtigung von Ericksons Therapieansatz, der Resilienz-Forschung und Salutogenese. Erstes Ziel ist es, sich in praktischen Übungen dem Staunen zu öffnen und damit die Intuition zu fördern. Dann wollen wir den TeilnehmerInnen einen Einblick in die hypnotherapeutische Arbeit mit dynamisch geführten Vorstellungen bei der Salutogenese sowie bei somatischen Störungen und chronischen Schmerzen geben. Die praktischen Methoden stützen sich auf evidenzbasierte Elemente der Hypnose, der Entspannungs- und Stressreaktionen, der Algesiologie und der Psychoneuroautoimmunologie.

WS 12

»Klopfen« (EFT) und »Hypnose«

Med.prakt. Christine Solanki

Einführung in die energetische Klopfstimulation, Arbeit mit Selbstaffirmationen und Stimulation von anderen Hirnarealen, u. a. durch Augenbewegungen. Ich erlebe das ‚Klopfen’ als enorme Bereicherung in der psychotherapeutischen Arbeit durch Einbezug des Körpers. Es ist sehr wirksam bei Erregungszuständen (Ängsten, Phobien, Wut, Verzweiflung, posttraumatisch), bei körperlichen Beschwerden (Schmerzen etc.), Alpträumen oder zur Leistungssteigerung. Es fördert die differenzierte Selbstwahrnehmung bezüglich Körper, Gefühl, Gedanken, spontane Impulse. Das Beklopfen der Akkupunkturpunkte löst eine Entspannungsreaktion im Körper aus und dadurch ein verändertes Erleben des Problems. Häufig lässt sich das Problem völlig auflösen. Es wirkt häufig überraschend, sehr rasch und nachhaltig. Das beklopft-werden und der Fokus auf das Problem, die Selbstbeobachtung, bewirkt meist einen heilsamen Trancezustand.

WS 13

Hypnose in der Notfallsituation

Dr. med. Julia Schürch

Die meisten kennen und benutzen medizinische Hypnose in einer geplanten Sitzung oder zumindest im Rahmen einer Konsultation, idealerweise in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre.
In diesem sehr praktisch orientierten Workshop wird gezeigt, dass Hypnose auch in einer Notfallstation oder Notfallsituation hilfreich und erfolgreich angewendet werden kann, unabhängig von der medizinischen Fachrichtung.
Der Ansatz und die Techniken müssen der Situation angepasst werden, darum werden verschiedene Techniken präsentiert und deren Anwendung diskutiert, aber vor allem auch praktisch geübt.
Eine Diskussion über Fallstricke und Limitationen wird den TeilnehmerInnen helfen, medizinische Hypnose auf eine sichere Art und Weise im Notfall anzuwenden.
Nebst kurzen theoretischen Präsentationen werden in verschiedenen Situationen die unterschiedlichen Techniken und Methoden praktisch geübt. Der Workshop ist so gestaltet, dass, soweit möglich auch individuell abgestimmt, ganz realistische Situationen kreiert werden, in denen die Teilnehmenden das Gehörte üben können.

Grundausbildung für Anfänger

WS 14

Grundausbildung Kurs 2

Dr. med. Eva Albermann, Dr. med. Ursula Speck,
Dr. med. Ulrich Geissendörfer, Dr. med. dent. Ute Stein

  • Vertiefung der Trance
  • Stadien der Hypnose
  • Hypnotische Phänomene
  • Theorie
  • Demonstrationen und Kleingruppenübungen

Workshops für Fortgeschrittene

WS 15

»Von der Problemtrance zur Hoffnungstrance: die Arbeit mit chronisch körperlich kranken Menschen«

Dipl. Psych. FSP Martina Berchtold

Die Corona Pandemie hat uns aufgezeigt, wie verletzlich wir sind und wie nahe Gesundheit und Krankheit beieinander liegen können. Patienten, die mit einer schweren körperlichen Krankheit konfrontiert werden, befinden sich nicht selten in einer Problemtrance. Unsere Kunst besteht darin, die darin enthaltenen Ängste und Befürchtungen aufzugreifen, sie zu modulieren und im besten Fall produktiv zu nutzen, auch im Sinne einer »posttraumatic growth«. Bedeutsam an dieser Arbeit sind der Einbezug von Angehörigen und Kindern und die Anleitung des Patienten zum selbstfürsorglichen Handeln. Wichtig dafür ist auch eine Reflektion unserer eigenen Haltung zu Themen rund um unsere Endlichkeit. Dieser Workshop ist für alle, die sich trauen, mit Humor und Kreativität sich diesem (vermeintlich) schweren Thema zu widmen. Theoretische inputs aus der aktuellen Forschung wechseln sich mit Übungen aus unserem hypnotherapeutischen und psychoonkologischen Werkzeugkasten ab.

WS 16

Hypnotherapie bei Depression und die archaische Dimension der Trancesprache

Prof. Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. Walter Bongartz

Die Trancesprache archaischer und traditioneller Kulturen bietet die Möglichkeit, emotionale Erfahrungen in besonderem Masse körperlich zu vertiefen, ohne dass der Patient »mitarbeiten« muss. Dies ist insbesondere von Vorteil, bei Patienten, die dies auch nur schwer können wie es gerade bei depressiven Patienten der Fall ist. Nach einer kurzen praktischen Einführung in diese Form von Trancesprache stellt das Seminar einen dreifaktoriellen Behandlungsrahmen zur Hypnotherapie von Depressionen vor und beschreibt für jede Phase entsprechende hypnotherapeutische Massnahmen (mit schriftlichem Material). Die drei Phasen sind dabei nicht als Behandlungskomponenten zu verstehen, die unbedingt zeitlich aufeinanderfolgen müssen, sondern die durchaus auch parallel verlaufen bzw. überlappen können. 1. »Aufschliessungsphase«: Zugang zu einem stereotypen autobiographischen Gedächtnis, Aufbau emotionaler Zugänge zu Selbstwert und Selbstwirksamkeit, Behandlung der körperlichen Basis von chronischen Erschöpfungszuständen. 2. Arbeit an der Depressionsursache: biographische Ursachen (»pathogenes Selbstbild«), Anpassungsstörung, komplexe Trauer etc. 3. Mobilisierung des Patienten: Motivations- und Zieltrancen, Aufbau von angemessenem Verhalten, »Identitätsaufbau«. Die wesentlichen Interventionen werden über Gruppentrancen und Einzeldemonstrationen verdeutlicht.

WS 17

Arbor vitae – Dein Lebensbaum

Dr. med. Marion Christoph

Wir wollen in einem ersten Teil dem – wie es uns hier in Europa erscheint – neuen Trend der »Wald-Medizin« oder japanisch Shinrin-yoku »auf die Wurzel fühlen« und erfahren, dass und wie Bäume uns gesund und schlau machen. Wir spüren Mythen um Bäume nach; dies in tranceangereicherter Atmosphäre. So beginnen wir mit einer Baumtrance und lernen »unseren« Baum kennen. Nach der Mittagspause werden wir – ausser bei Sturm und Hagel – in wetterfester Kleidung bis zur Kaffeepause ein kleines Waldstück aufsuchen, um in Kleingruppen Achtsamkeit vor Ort zu üben. Zurück im Kursraum ist es Zeit, das in Achtsamkeit im Wald Entdeckte nun hypnotisch zu vertiefen, um in die Unterhaltung und den Austausch mit verschiedenen Aspekten der eigenen Persönlichkeit zu kommen. Ziel des Kurses ist die Erfahrung von innerer Kommunikation und Stabilisierung durch die seit Urzeiten erkannte Metapher des Baumes. Das können wir unseren Patienten massgeschneidert vermitteln und sie ermutigen ihren Lebensbaum zu finden.

WS 18

Vom Tempelschlaf bis Erickson – 
ein Parforceritt durch die Historie der Hypnose – mit praktischen Übungen

Dipl. Psych. Alexander Ernst

Die Anwendung von Trance ist wohl eines der ältesten therapeutischen Verfahren überhaupt. Schon in prähistorischer Zeit haben Menschen Zeremonien und Rituale gekannt, die suggestive Wirkung hatten. Spätere Beispiele sind das Orakel von Delphi oder der Tempelschlaf, bei dem Patienten aufgefordert wurden, Heilmittel für ihre Beschwerden zu träumen. Weiterhin werden uns einige illustre Figuren wie Franz Anton Mesmer, Begründer des animalischen Magnetismus vom Bodensee, oder der verdriesslich bei der Augenfixation dreinschauende Schotte James Braid begegnen. Ebenso wie die widerstreitenden Hypnoseschulen von Nancy und der des Hôpital de la Salpêtrière in Paris. Auch der für seine dramatischen Induktionen bekannte Abbé Faria, Freud und eine zwischenzeitlich erblindete junge Klaviervirtuosin werden uns beschäftigen … Als ein- und gegebenenfalls weiterführende Literatur zu empfehlen: ELLENBERGER, HENRI F. (2011): Die Entdeckung des Unbewussten. Geschichte und Entwicklung der dynamischen Psychiatrie von den Anfängen bis zu Janet, Freud, Adler und Jung. Zürich: Diogenes Themenheft der Zeitschrift Hypnose und Kognition (HyKog) Band 17 (1 & 2) Oktober 2000: Zur Geschichte der Hypnose; herunterladbar als PDF bei der MEG-Stiftung unter: www.meg-stiftung.de

WS 19

Ein Tag mit Christine Glauser 
am Kaminfeuer

Dr. med. Christine Glauser, Moderation: Dr. med. J. Philip Zindel

Dieses Jahr können wir uns für den Workshop »Ein Tag mit … am Kaminfeuer« auf Christine Glauser freuen. Wer kennt Christine nicht? Ihre heitere und dynamische Wesensart gepaart mit einer profunden Fachkenntnis machen sie seit vielen Jahren zu einer höchst beliebten Ausbilderin und Workshopleiterin. Sie ist Psychiaterin in eigener Praxis in Basel. Ihre Methode der »Zweiten Haut« ist mittlerweile sehr verbreitet. Sie interessiert sich seit je her für spezielle Fragen innerhalb und über den Tellerrand der Hypnose, wie beispielsweise Hypnose bei Borderline-Patienten, bei Prüfungsvorbereitung oder bei Tinnitus, oder für die Methoden von Brainspotting und Ego-state-Therapie. Nicht zuletzt ist natürlich zu erinnern, dass sich Christine über lange Jahre um die Redaktion des CH-Hypnose grosse Verdienste erworben hat. In Balsthal ist sie für Frühaufsteher daran zu erkennen, wie sie mit ihren zwei Wanderstöcken lange vor dem Frühstück in die Natur loszieht … Das Konzept »Kaminfeuer« besteht darin, dass Sie für die Dauer eines Ganztagsworkshops mit besonders erfahrenen Ausbildern der SMSH Ihre Wünsche anbringen können, sie bei Demonstrationen erleben, Ihre Fragen stellen, persönliche Anekdoten erfahren, konkrete Fälle oder Situationen besprechen können, ohne durch ein gegebenes Workshopthema eingeschränkt zu sein. Das Programm entsteht also spontan zwischen Teilnehmern und Kursleiter. Bitte bringen Sie also konkrete Fälle und Fragen, oder einfach Ihre Neugier mit.

WS 20

Überraschung durch Vorstellungskraft

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Ursula Hanke

Die Wiedererweckung des inneren Kindes mithilfe von der Vorstellungskraft“ könnte den Leitspruch unseres Workshops sein. Wann waren wir das letzte Mal glücklich überrascht? Ziel des Workshops ist es, positiv überraschende Ressourcen mit Hilfe von Phantasie und Hypnose wieder zu erwecken und entdecken, damit wir sie zu Gunsten unserer grossen und kleinen Patienten in Form von intuitiven Geschichten und kleinen Zeichen anwenden können. Das hilft ihnen und uns den zuweilen anspruchsvollen und stressigen Alltag zu erleichtern und mit einer Prise Wunder aufzulockern und die damit verbundenen Herausforderungen zu verzaubern.

WS 21

Hypnose für Psychohygiene 
und Resilienz

Dr. med. Corinne Marti Häusler

Interaktiver Workshop mit Inputs der Referentin sowie Austausch, Sammeln und Üben von nützlichen hypnotischen Strategien, um herausfordernden Situationen auf möglichst hilfreiche und sinnvolle Art zu begegnen, sowohl im Privatleben wie auch im Praxisalltag. (Umgang mit Stress und Krankheiten, schwierigen Lebensereignissen, Übergängen).

WS 22

Die Klangreise – The Soung Journey

Dr. phil, Dipl. Psych. Johannes Oehlmann, Dr. med. Samuel Kohler

Klangreisen sind eine moderne Verbindung von Hypnose und Musiktherapie. Aufeinander bezogene verbale und klangliche Ebenen der Tranceinduktion erleichtern den Zugang zu tiefgehenden unbewussten Bewusstseinsschichten. Organismische Entspannung und bildhafte Tranceprozesse können erlebt und therapeutisch utilisiert werden. Ursprüngliche Instrumente werden seit alter Zeit zur Begleitung von inneren Reisen benutzt. Die Instrumente achtsam zu spielen kann zu Einfachheit, Sammlung und Zentrierung führen. Angesichts einer zunehmend komplexen Umwelt ist dies ein weiterer nützlicher Wirkungsaspekt in der therapeutischen Beziehung. Ausgehend von Selbsterfahrung üben wir in der Triade von Handwerk, Beziehung, und Instrument. Wir laden Euch ein zu einer entspannenden Reise mit Klängen und geben Anleitungen zu praxisbezogenen Einsatzmöglichkeiten.

WS 23

Lachgas und Hypnose 
für Kinderbehandlungen, 
aber auch bei Erwachsenen

Dr. med. dent. Jakob Roethlisberger

Leider ist die zahnärztliche Praxis oft ein eher problematischer Ort, um Hypnose zu machen: Schmerz, Lärm und Zeitdruck sind nicht gerade hilfreich, den Patienten eine tiefe Trance finden zu lassen. Vor allem in Notsituationen ist es oft schwierig und zeitaufwändig, einem ängstlichen Patienten zu helfen. Eine fachkundige Lachgas-Sedation hilft, eine gute Basis zu finden, auf der eine erfolgreiche zahnärztliche Hypnose aufgebaut werden kann. Ich arbeite seit vielen Jahren in meiner Landpraxis mit der Lachgas-Sedation bei Erwachsenen und Kindern und habe in den letzten Jahren gesehen, wie hilfreich die Kombination dieser Entspannungsmethoden sein kann. Die Technik »Lachgas und Hypnose« wird theoretisch und praktisch behandelt mit speziellem Focus auf der Behandlung von Kindern. Der Kurs wird eine kurze theoretische Einführung, und dann vor allem praktisches Üben in Zweier- oder Dreiergruppen beinhalten – mit vielen Tipps aus der Praxis! Max. 10 Teilnehmer.

WS 24

Kommunikation und Beziehung – Tranceinduktionen mit Metaphern traditioneller Naturheilverfahren.

Dr. med., Dipl. Ing. Stefan Steinert

Vor dem Aufbau konstruktiver Kommunikation steht die Wahrnehmung von Beziehung und emotionaler Befindlichkeit. Hier bietet die Diagnostik der traditionellen Heilverfahren wertvolle Dienste. Im Workshop lernen wir besondere Zugangswege zu unseren Inneren Beratern im Unbewussten kennen, die als Trance-Rituale damals wesentliche Instrumente der Heilung waren. Überraschend wirksam erweisen sich archaische Bilder und Metaphern, die, tief im Menschen verwurzelt, u.a. in den Schriften über die Struktur der TCM beschrieben sind. Trancen, die Bewusstsein und Körperfunktion verbinden, gelingen mit dieser Struktur leichter und verbessern die Wahrnehmungsfähigkeit im therapeutischen Prozess. Dies fördert die Motivation bei Patienten, diese Methode therapiebegleitend und zur Selbstfürsorge anzuwenden. In der TCM gibt es 5 Hauptbereiche des Unbewussten, verschiedene Persönlichkeitsanteile mit individuellen Schwächen und Stärken. Im Workshop werden wir an Hand von Fallbeispielen erleben, wie diese inneren Berater mit speziellen Bildern beim Aufbau von Kommunikation in geführten Trancen betrachtet und therapeutisch genutzt werden.

WS 25

Hypnotherapie in der 
Psychoonkologie: phasen- und
funktionsspezifische Strategien 
in der Behandlung und Begleitung 
von Tumorpatienten

Dr. med. Dorothea Thomassen

Dieser Workshop beschäftigt sich mit Hypnotherapeutischen Strategien rund um das Thema Krebs. Ein Erstkontakt, ein Gespräch zur Entscheidungsfindung, die Begleitung einer längeren Krankheitsphase oder eines Sterbeprozesses, alle diese Situationen stellen höchst unterschiedliche Anforderungen. Akute Krisen bedürfen anderer Interventionen als die Begleitung eines schmerzhaften operativen Eingriffs. Auch können sowohl bei Betroffenen wie Behandlern Trancephänomene auftreten, die das Geschehen beeinflussen. Und nicht zuletzt schützen die vorgestellten Vorgehensweisen nicht nur den Kranken, sondern auch den Therapeuten selbst.

WS 26

Energetische Psychologie 
zur Angstlinderung und 
Tranceeinleitung bei der (Kinder) 
Hypnosezahnbehandlung

Dr. med. Gisela Zehner, 
FZÄ für Kinderstomatologie

Die Energetische Psychologie, im allgemeinen Sprachgebrauch auch Klopfakupressur genannt, bewirkt eine Reduzierung von Ängsten und unangenehmen Emotionen. Bei der (Kinder) Hypnosezahnbehandlung sind die Klopftechniken insbesondere nach negativen Erlebnissen zur Reduzierung von emotionalem Stress, zur Therapie von Ängsten und zur Einleitung der Trance sehr gut geeignet. Im Seminar wird das Prozedere der Energetischen Psychologie vorgestellt, wobei die Teilnehmer durch ‚Beklopfen‘ eigener Erlebnisse mit unangenehmen Emotionen die Wirkung der Klopfakupressur selbst erleben können. Mit kurzen Videosequenzen aus der Kinderzahnarztpraxis wird der Klopfprozess anschaulich und praxisnah dargestellt.

WS 27

Hypnosystemische Therapien bei Allergien

Hammel Stefan, HSP, systemischer Therapeut, Hypnotherapeut und Autor

Hypnotherapeutische Ansätze sind in der Allergietherapie äusserst wirkungsvoll, besonders, wenn man die biographische Situation beim Entstehungszeitpunkt berücksichtigt und Allergene wie traumatische Trigger betrachtet. Ausgehend von einer praktischen Demonstration werden wache hypnosystemische Anamnesetechniken und Interventionen aus dem Therapeutischen Erzählen, Therapeutischen Modellieren und Therapeutischen Grüssen vorgestellt und besprochen und Hinweise zur Stabilisierung und Ausweitung der Ergebnisse gegeben. Die Techniken können anschliessend im therapeutischen / psychosomatischen Setting mit Patienten eingesetzt werden. Erörtert werden mögliche Zusammenhänge zwischen der Entstehung und Auflösung von Allergien / Lebensmittelunverträglichkeiten und Phobien bzw. Traumafolgestörungen.

Workshops für Anfänger

WS 28

Grundausbildung – Zusätzliche Übungen

Dr. med. Eva Albermann, Dr. med. Ursula Speck, Dr. med. Ulrich Geissendörfer, Dr. med. dent. Ute Stein

Vertiefung und Üben des am Donnerstag und Freitag Gelernten. Nachdem die Kurse 1 und 2 (WS1 und WS14) nur je 5 Stunden statt 8 dauern, müssen mit diesen zusätzlichen Übungen zusammen mit den Veranstaltungen im Plenum die restlichen 6 Stunden absolviert werden, die für den Fähigkeitsausweis gefordert sind. Die anschliessenden Grundkurse 3 und 4 werden am 08./09. April 2022 in Balsthal durchgeführt, wofür Sie sich am Seminar gleich anmelden und einen Platz reservieren können.

Workshops für Fortgeschrittene

WS 29

Trancezustände verursacht 
durch die Medien

Dr. med. Dorothee Alioth

Nicht nur zu Corona-Zeiten werden wir durch die Art und Weise der Kommunikation in Radio, Zeitungen, sozialen Medien etc. in Ruhe und Gelassenheit oder in Angst und Unsicherheit versetzt. Diese Gemütszustände können physische und psychische Erkrankungen verursachen. Wie wir damit umgehen können … Wir analysieren die Kommunikation, besprechen Kranken-geschichten.

WS 30

ICH-Stärkung

Dr. med. Susan Balogh

Das Konzept der Ich-Stärkung (»Ego-strengthening«) wurde in den 70er Jahren von Hartland bekannt gemacht, und bestand aus allgemein unterstützenden Suggestionen mit der Begründung, dass nur wenige Patienten bereit wären ihre Symptome los zu lassen bevor sie sich genügend stark und zuversichtlich fühlten ohne sie auszukommen. Im Grunde genommen können alle Methoden, welche das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Patienten steigern bzw. unterstützen als ich-stärkend verstanden werden. Der Einsatz von ich-stärkenden Techniken in der Hypnosetherapie bietet die Vorteile der erhöhten Suggestibilität der Patienten im Trancezustand und die Möglichkeit, das Unbewusstsein in der Suche nach und Mobilisation von Ressourcen einzuspannen. Ich-stärkende Übungen können bei fast allen Indikationen zur Hypnosetherapie mit positiven Effekten eingesetzt werden. In diesem Workshop werden mehrere nützliche Beispiele vorgeführt und in Kleingruppen geübt.

WS 31

Hypnose bei Schmerzen im 
Krankenhaus: was können wir 
in unseren Berufsalltag übernehmen.

Prof. MD-PhD, Chantal Berna Renalla, Sabine Rochat, Pflegefachfrau CHUV

In diesem Workshop möchten wir unsere Hypnotische Praxis in einem Universitätspital weitergeben. Der erste Teil beinhaltet den spezifischen Umgang mit akuten Schmerzsituationen. Austausch mit den Teilnehmern über schwierige oder komplexe Fälle aus ihrem Berufsalltag. Hypnotische Techniken werden je nach Bedarf der Teilnehmer, aufgezeigt und miteinander eingeübt. Der zweite Teil befasst sich mit chronischen Schmerzen. Ein neuro-kognitives Framework dieser Erkrankung wird zuerst vorgestellt. Danach wird eine gezielte Technik demonstriert, die den Patienten helfen kann, sich wieder in Bewegung zu setzen. Die Teilnehmer haben auch hier die Gelegenheit die aufgezeigte Technik zu üben.

WS 32

Hypnotherapeutischer Resonanzraum Kinderarztpraxis

Dr. med. Camilla Ceppi Cozzio

Kinder, Jugendliche und ihre Familien suchen die Praxis nicht nur wegen akuter Krankheiten auf, sondern auch mit dem Wunsch, Skills für Themen wie Angst, Spritzenphobie, Schlaf- und Emotionsregulation zu erarbeiten. Sie bringen ihre natürlichen Tranceerfahrungen, sowie spezifische Talente und Ressourcen mit. Sie erleben die Praxis neu, weil ihre einzigartige Imaginationsfähigkeit und Kreativität so für hypnotische Suggestionen von der Kinderärztin genutzt werden, damit optimale Lösungen entstehen. Wenn Kinder Akzeptanz erleben und als Partner (gemäss ihres Entwicklungsstandes) zur Mitarbeit geladen werden, wird die Praxis zum Resonanzraum. Videos klinischer Vignetten zeigen, wie kindliche Vorstellungskraft mittels hypnotischer Strategien in individuell zugeschnittene Lösungen einfliesst.

WS 33

»Ekstatische Trance Haltungen«

Dr. med. Fredy Emch-Zielinska

Nach einführenden Schilderungen zu schamanischen Prinzipien und Trancetechniken und die ja die zeiterprobte Basis zu den heutigen Hypnosetechniken sind, haben wir ausgiebig Zeit zu Selbsterfahrung mit Trommeln und Rasseln, Trancehaltungen und Erlebnis- und Erfahrungsaustausch.

WS 34

»Was wir von Spital-Clowns lernen können«

KD Dr. med. Sepp Holtz

Medizin auf Augenhöhe, da muss man sich als Kinderarzt (im Geiste) auch mal ganz klein machen können. Und auch die Sprache, die man spricht, ist in unterschiedlichen Altern ganz anders! Voraussetzung ist wohl, dass man mit dem eigenen Kind in sich in Kontakt bleibt. Da entdeckt man neue Ressourcen. Ihr werdet eindrückliche Videos sehen … und drei Zauberkunststücke, ich Euch beibringen werde.

WS 35

Hypnose musikalisch? 
Ein musikalischer Workshop 
ohne akustische Musik

Dr. med. Carlo Lang

Für diesen Workshop braucht es Freude an Musik. Es ist keinerlei musikalische Ausbildung notwendig. Aus meinen musikalischen Erfahrungen und Konzepten werde ich verschiedene Wege und Möglichkeiten vorschlagen. In der Musik können verschiedene Stimmen gleichzeitig sprechen. An welche Musik erinnert dich die Stimme deines Gegenübers? Wie möchtest du die Hypnose »musikalisch« gestalten? In diesem Workshop geht es darum, die eigene Erfahrung und Vorstellung von Musik hypnotisch anzuwenden. Soll diese Hypnose eher melodiös oder rhythmisch verlaufen? Eher Dur oder eher Moll? Symphonisch, Pop-Song, Kinderlied oder frei improvisiert? Die Teilnehmer wählen ihr Vorgehen nach ihren eigenen Vorstellungen und Erfahrungen aus und üben in Zweiergruppen. Ihr Gegenüber gibt ihnen Anregungen und Impulse, wie sie ihr hypno-musikalisches Konzept verwirklichen wollen. Sie lassen sich inspirieren und experimentieren dabei. Im Plenum werden dann die Erfahrungen ausgetauscht.

WS 36

Knifflige Reizdarmproblematik – therapeutische Gegenzauber

lic.phil. Psychologin/
Körperpsychotherapeutin FSP 
Brigitta Loretan-Meier

In meiner langjährigen Praxistätigkeit mit Menschen, die an schwerwiegenden Reizdarmproblemen leiden, haben sich für mich einige effiziente psychotherapeutische Interventionen herauskristallisiert. Was brauchen Klient*innen, mit massiven funktionellen Störungen? Fallbeispiele geben Einblick in gezielte Behandlungsmethoden. Mein Zugang über spezifisch hypnotherapeutische und körperbezogene Strategien hat sich sehr bewährt. Oft setze ich die Stimme als Werkzeug ein. Mit Summen, Tönen, im Spiel mit Urlauten, gelingt es oft erstaunlich schnell, Selbstwirksamkeit zu erfahren und Körperwahrnehmung positiv zu beeinflussen. Zauber hat viele Gesichter. Vielleicht entdecken sie im praktischen Übungsteil des Workshops eine eigene Formel, die sie anwenden und vertiefen können.

WS 37

Spiele, Räume und Ressourcen

Dr. med. Alexandra B. Rosmus

Zielperson dieses Workshops bist vorerst du selber und deine spielerisch-kreative Seite. Als Internistin, Psychosomatikerin und Theaterpädagogin verbinde ich gerne, was angeblich nicht zusammengehört: spielen und agieren in Trance. Jeder Mensch – Ratsuchender und Therapeut – besitzt ein riesiges kreatives Potential, oft verschüttet oder ungenutzt. Dieser Workshop soll neue Spiel-Räume öffnen, zum Ausprobieren ermutigen und zur inneren Balance beitragen. Als Warm up laden Bälle dazu ein, uns auf uns selber, unser Gegenüber oder die Gruppe einzuschwingen und zu fokussieren – auf ganz entspannte Weise. Durch Bewegung in Verbindung mit weiteren Elementen und Sinnesqualitäten erweitern wir die Möglichkeiten unseres eigenen Leading+Pacing und lassen uns überraschen. In vielen kleinen Übungen, ergänzt durch Gruppentrancen, entdecken wir neue Spielformen und Geschichten für unseren Alltag.

WS 38

Hypnose im Film

Dr. med. Heinz Rüegg

Wie in den vergangenen Jahren sehen wir uns einen Kinofilm an, bei dem Hypnose eine zentrale Bedeutung spielt. Auf unterhaltsame und spannende Art und Weise erfahren wir so etwas über die Ängste und Erwartungen, welche unsere Klienten mit der Hypnose verbinden.

WS 39

»Walkshop – eine hypnotische Wanderung«

Dr. med. Hans Wehrli, Dr. med. Edy Riesen, Jöhl Kumiko MA (Musik)

»… Du besteigst den Squaw Peak und hast von allem eine neue Sicht …« so schickte Milton H. Erickson die Rat Suchenden auf den Weg.

Nicht immer muss der Seminarraum-Stuhl die Verbindung zur Erde darstellen. Auch Wiese, Erde, Wurzeln, Stein, Asphalt vielleicht sogar Schnee unter den Füssen können nicht nur die physische Basis einer langen, tiefen, Trance, sondern auch nachhaltiger hypnotischer Lernerfahrungen sein. Wir begeben uns auf den Weg zum Balsthaler Sqaw Peak und sind offen für Neues. Trance in Bewegung und gleichzeitig im Austausch mit den Urkräften von Natur und Kunst bringt uns in Kontakt mit einer tiefen Seite in uns, lässt uns das Prozesshafte erleben und führt uns zurück zum Einfachen und Fundamentalen, welches vielleicht auch im Sprechzimmer wieder vermehrt Grundlage für kreatives Arbeiten sein kann. Wie das Leben, findet der Walkshop bei jeder Witterung statt. Entsprechende Kleider, Schuhe, aber auch Geländegängigkeit und genügend Atem für ein paar Höhenmeter sind von Vorteil.