Workshops

Grundausbildung für Anfänger

Workshop 1

Grundausbildung Kurs 1

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

  • Einführung in die medizinische Hypnose
  • Definition und Geschichte der Hypnose
  • Korrektur von Mythen und Fehlschlüssen über Hypnose
  • Induktion: Demonstration und Kleingruppenpraxis
  • Lernen in Trance
  • Indikationen für Hypnose

Workshops für Fortgeschrittene

WS 2

Die Tonglen Praxis – Synergismus zwischen Achtsamkeitsmeditation und hypnotischer Trance

Dr. med. Urs Aemissegger, 
Dr. med. Sivan Schipper

Immer wieder müssen wir innehalten, weil uns etwas ausbremst, erschreckt oder weil wir hilflos werden angesichts dessen, was uns begegnet. Krankheiten, Grausamkeit, Ungerechtigkeit, Ängste, der Tod. Was dann? Es gibt verschiedene Methoden, damit umzugehen. Eine davon ist die aus dem tibetischen Buddhismus stammende Tonglenpraxis, die Praxis des »Geben und Nehmen«. Tonglen rückt Liebe und Mitgefühl in den Mittelpunkt. Dabei werden das eigene Leid und das Leid der Kranken nicht ignoriert, sondern achtsam vergegenwärtigt und gleichzeitig mittels Kultivierung der eigenen Herzenskraft transformiert. Leid annehmen und Mitgefühl aussenden – und nicht in Aktivismus verfallen – die Tonglenmeditation bedient sich gleichermassen Elementen der Achtsamkeitsmeditation (»Leid Wahrnehmen«) als auch der hypnotischen Trance (»Leid annehmen und transformieren«). In diesem Workshop vermitteln wir die Mittel und Technik dieser jahrtausendealten Methode, üben an und mit uns, dem Gegenüber, der Um-Welt, um bereits am nächsten Tag die ansteckende und wohltuende Geisteshaltung des Mitgefühls verstärkt nach aussen zu tragen.

WS 3

Hypnosystemische Kommunikation als tranceinduzierende Kultur in der somato-interventionellen Praxis

Prof. Dr. med. dent., Christian E. Besimo, Dr. med. dent. Ruth Besimo

Die Arbeit in therapeutischer Trance wird durch eine auf die individuelle Situation der Patienten abgestimmte hypnotische Kommunikation wesentlich erleichtert, indem diese in spontane und entspannende hypnoide Zustände führt. Auf diese Weise entfällt der zusätzliche Aufwand einer speziellen Induktion. Das therapeutische Team wird entlastet und wertvolle Zeit gewonnen für die eigentliche Intervention. Eine solche hypnosystemische Praxiskultur vereinfacht und verbessert nicht nur die Aufklärung und Durchführung von somatischen Interventionen, sondern begünstigt auch die Adhärenz der Patienten und die postoperativen Heilungsprozesse. Zudem schafft sie optimale Voraussetzungen für eine kognitive Therapie in Hypnose beispielsweise bei chronischen Schmerzen oder Angstzuständen im somato-interventionellen Kontext. Das Seminar eignet sich in gleicher Weise für ÄrztInnen und ZahnärztInnen. Im Rahmen des Seminars werden die tranceinduzierenden Methoden vorgestellt und in Kleingruppen geübt. Zudem erhalten die TeilnehmerInnen eine ausführliche Dokumentation als Grundlage für die Schulung des gesamten Praxispersonals. Wir freuen uns auf ein bereicherndes Seminar mit Ihnen.

WS 4

Hypnotherapeutische Kompetenz im Umgang mit chronisch körperlich kranken Menschen

Martina Berchtold-Neumann, Diplompsycho-
login FSP, zertifizierte Hypnosetherapeutin (DGH) und zertifizierte Psychoonkologin

Immer öfters haben wir als BehandlerInnen mit KlientInnen zu tun, die neben einer psychischen Auffälligkeit auch an einer körperlichen Erkrankung leiden. Und auch umgekehrt gibt es Komorbiditäten; nicht selten führt eine chronische Erkrankung zu einer psychischen Krise. Wie geht es uns selbst in der Behandlung, etwa mit KrebspatientInnen, und wie unterscheidet sich die psychologische Beratung von der herkömmlichen Therapie? Welche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden und wie integrieren wir unsere hypnotherapeutische Arbeit. Theoretisch lernen wir, was im Kontakt mit chronisch körperlich kranken Menschen berücksichtigt werden muss, wie wir mit negativen Affekten und den Themen Tod und Vergänglichkeit umgehen können. Bedeutsam an dieser Arbeit ist der Einbezug von Angehörigen und Kindern und die Anregung der PatientInnen zu selbstfürsorglichem Handeln. Dabei reflektieren wir unsere eigene Rolle und lernen, unsere eigenen Emotionen und Grenzen professionell zu handhaben, auch im Sinne einer Selbstfürsorge. Die praktische Arbeit ist gekennzeichnet durch Methodenvielfalt: Neben der hypnotherapeutischen Arbeit kommen Elemente aus der kognitiven, imaginativen und kreativen psychologischen Verfahren zur Anwendung. Das Seminar besteht aus einem Selbsterfahrungsteil und bietet zudem zahlreiche Tools für die eigene Arbeit mit den KlientInnen.

WS 5

MEDITATION → HYPNOSE

Dr. med. HansPeter Bruggisser

Zur eigenen Prävention und zur Einführung ins Thema Meditation Thema: MBSR / QI GONG / SADHANA und mehr … Einladung zu einem ganzen Tag mit Achtsamkeitsübungen und Meditationen verschiedener Meister, wie Jon Kabat-Zinn (MBSR), Tich Nhat Han (QI GONG), Antony de Mello und Anand Nayak (SADHANA). Eine Mischung mit wenig Theorie und vielen praktischen Übungen, begleitet mit Geschichten von Nossrat Peseschkian und Antony de Mello. In meiner beruflichen Laufbahn bin ich diesen besonderen Menschen im Rahmen einer Ausbildung oder persönlich begegnet und habe deren Botschaften hilfreich erlebt. ZIELPERSON DIESES WORKSHOPS BIST VORERST DU SELBER UND DEINE AKTUELLE BEFINDLICHKEIT – später vielleicht auch dein Wunsch, diese Erfahrungen weiterzugeben. Dies wird dir umso besser gelingen, je mehr du selber eigene Erfahrungen gesammelt hast, um darüber urteilen zu können. Ein Problem im Umgang mit Meditation für uns Europäer ist deren praktische Anwendung im Alltag. Ebenso schwierig ist die Umsetzung von Begriffen wie Achtsamkeit, Konzentration, Relaxation usw. Antony de Mello und sein Schüler Anand Nayak, beide mit christlicher Tradition und aus Südindien stammend, haben mit der Anwendung einer »geführten Meditation«, genannt Sadhana, eine Trance-verwandte Methode entwickelt, welche die Basis bildet für diesen Workshop und damit den Zugang zu Meditation erleichtern soll. Damit sind wir auch am Berührungspunkt Meditation → Hypnose angelangt.

Max. 15 Teilnehmer

WS 6

Arbor vitae – Dein Lebensbaum

Dr. med. Marion Christoph

Wir wollen in einem ersten Teil dem – wie es uns hier in Europa erscheint – neuen Trend der »Wald-Medizin« oder japanisch Shinrin-yoku »auf die Wurzel fühlen« und erfahren, dass und wie Bäume uns gesund und schlau machen. Wir spüren Mythen um Bäume nach; dies in tranceangereicherter Atmosphäre. So beginnen wir mit einer Waldtrance, lernen diesen und seine Sprache kennen und gehen über, den eigenen inneren Wald, als Metapher und Sinnbild einer Kommunikation mit unseren Persönlichkeitsanteilen zu erkunden. Nach der Mittagspause werden wir – ausser bei Sturm und Hagel – in wetterfester Kleidung bis zur Kaffeepause ein kleines Waldstück aufsuchen, um in Kleingruppen Kommunikatives vor Ort zu üben. Zurück im Kursraum ist es Zeit den eigenen Baum im Wald zu entdecken, in die Unterhaltung und den Austausch mit verschiedenen Aspekten der eigenen Persönlichkeit zu kommen und dies miteinander auszutauschen. Ziel des Kurses ist die Erfahrung von innerer Kommunikation und Stabilisierung durch die seit Urzeiten erkannte Metapher des Baumes. Das können wir unseren Patienten massgeschneidert vermitteln und sie ermutigen ihren Lebensbaum zu finden.

WS 7

Kleingruppensupervision für den FA

Dr. med. Gaston Dunkelmann

Auf dem Weg zum Fähigkeitsausweis in medizinischer Hypnose SMSH sind 20 Stunden Supervision vorgeschrieben. Davon können 10 Stunden in Kleingruppen bis max. 5 Personen absolviert werden. Die Teilnehmer bringen Fälle aus der eigenen Praxis mit. Diese werden wir gemeinsam bearbeiten und dabei die mannigfaltigen therapeutischen Möglichkeiten der klinischen Hypnose kennen lernen. Besonders werden wir auch auf die hypnotisch mobilisierbaren Ressourcen achten, die eine Gruppe zur Verfügung stellen kann. Diese Kleingruppensupervision ist für alle KollegInnen geeignet, die mit Hypnose schon in der Praxis arbeiten und sich in Hypnotherapie weiterentwickeln möchten.

WS 8

Lösen der Problemtrance mit der Exposition mit Klopfstimulation (EKS)

Gertrud Fahnenbruck, Dipl.-Psych., Dipl.-Päd.

Es soll ein Einblick in die Exposition mit Klopfstimulation (EKS) gegeben werden. Diese wurden von Frau Fahnenbruck in Bezugnahme sowohl auf neurobiologische Erkenntnisse als auch auf das verhaltenstherapeutische Paradigma entwickelt. Das Verfahren aktiviert und verändert neuronale Netzwerke, indem sie die gesteigerte Fokussierungsfähigkeit während der Problemtrance nutzt. Dadurch öffnen sich sozusagen aus sich selbst heraus Wege zu neuen Erlebens- und Verhaltensweisen beim Patienten. So können – besonders bei der Behandlung von Angststörungen und Traumata – behutsam, schnell und effektiv Erfolge erreicht werden. Unterstützt vom sensorischen Erleben gelingt eine sanfte Unterstützung des Trancezustandes zum Auffinden blockierender, einst bedrohlicher Lebensereignisse. Dies führt besonders in der Arbeit mit dem Depressiven Störungsbildern zu einer schnellen Verbesserung des Allgemeinzustandes. Die Regulation von Emotionen, Veränderung dysfunktionaler Verhaltensmuster sowie das Erleben von Selbstwirksamkeit können leicht und elegant herbeigeführt werden. Die Methode lässt sich problemlos in die eigene therapeutische Arbeit integrieren.

WS 9

»Ressourcen-Aktivierung« in Hypnose

med. prakt. Christine Solanki

In diesem Workshop üben wir verschiedene Formen von Ressourcenaktivierung in Hypnose in Bezug auf eine Belastungssituation. Es sind Übungen zum »sicheren Ort« (mit Modifikationen aus Ego-State-Therapie und Traumatherapie), zur »Inneren Stärke« und zur »Aktivierung von notwendigen/hilfreichen Fähigkeiten für spezifisches Problem (Belastungssituation)« (in Anlehnung an ein EMDR-Protokoll, jedoch ohne EMDR, sondern mit Hypnose). Diese Übungen sind insbesondere wertvoll und hilfreich zur Stabilisierung, zur Stärkung des Selbstwertgefühls, der Selbstwirksamkeit und zur Selbstberuhigung. Die Übungen ermöglichen auch eine schonende, sanfte Annäherung an ein Trauma, wenn die direkte Trauma-Behandlung noch nicht möglich ist.

WS 10

Selbsterfahrung – Zeitreisen in Hypnose – die Chancen in uns

Dr. Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Hypnose-Methoden wie z. B. Altersregression, Time distorsion und Altersprogression werden kurz vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dann die Selbsterfahrung mit diesen Methoden. Dazu erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Situationen ihres eigenen Lebens aus verschiedenen Perspektiven. Daraus können sich Fragen ergeben, zu denen Antworten und Lösungen gefunden werden.

WS 11

Hypnose bei hypochondrischen Ängsten

Dr. phil. Alexander Liatowitsch

In den letzten Jahren melden sich immer mehr z. T. recht junge Menschen in der Praxis, welche an hypochondrischen Ängsten leiden. Auch an der Rheumaklinik treffe ich vermehrt auf diese Symptomatik. Die Phantasie der Betroffenen kennt dabei oftmals keine Grenzen. Die Hypnose ist auch hier ein sehr nützliches Werkzeug. Sie arbeitet auch mit dem Phänomen »Phantasie«, aber statt dem Katastrophisieren ermöglicht die Trance Vorstellungen von einem gesunden und intakten Körper. Wo vorher Ängste dominierten, kann in der Hypnose sukzessive körperliche Sicherheit vermittelt werden. In diesem Workshop sollen zuerst theoretische Gedanken erörtert werden. Danach soll anhand von einer Demonstration und in Kleingruppenarbeit die Anwendung dieser spezifischen Hypnoseform veranschaulicht, resp. geübt werden.

WS 12

Lachgas und Hypnose für Kinderbehandlungen, aber auch bei Erwachsenen!

Dr. med. dent. Jakob Roethlisberger

Leider ist die zahnärztliche Praxis oft ein eher problematischer Ort, um Hypnose zu machen: Schmerz, Lärm und Zeitdruck sind nicht gerade hilfreich, den Patienten eine tiefe Trance finden zu lassen. Vor allem in Notsituationen ist es oft schwierig und zeitaufwändig, einem ängstlichen Patienten zu helfen. Eine fachkundige Lachgas-Sedation hilft, eine gute Basis zu finden, auf der eine erfolgreiche zahnärztliche Hypnose aufgebaut werden kann. Ich arbeite seit vielen Jahren in meiner Landpraxis mit der Lachgas-Sedation bei Erwachsenen und Kindern und habe in den letzten Jahren gesehen, wie hilfreich die Kombination dieser Entspannungsmethoden sein kann. Die Technik »Lachgas und Hypnose« wird theoretisch und praktisch behandelt mit speziellem Focus auf der Behandlung von Kindern. Der Kurs wird eine kurze theoretische Einführung, und dann vor allem praktisches Üben in Zweier- oder Dreiergruppen beinhalten – mit vielen Tipps aus der Praxis!

Max. 10 Teilnehmer.

WS 13

Linke Hemisphäre – Rechte Hemisphäre Entweder – Oder? Nein: Sowohl – Als auch!

Dr. med. Olivier Ryhiner

Für gute Hypnosearbeit braucht es eine Vernetzung, eine Zusammenarbeit beider Hemisphären: Die rechte Hemisphäre, wo Intuition, analoge, assoziative Denkweise, Emotionalität und Phantasie zuhause sind (die klassische Welt der Hypnose) und die (beim Rechtshänder dominante) linke Hemisphäre, die Schaltzentrale des vernünftigen Denkens, des bewussten Willens, des Engagements und des Commitments, sollen hier explizit zusammenarbeiten. Anders als bei der traditionellen Hypnose, bei welcher der Klient dem Therapeuten die Kontrolle über das Geschehen abgibt, arbeiten hier Bewusstes und Unbewusstes (sowohl des Klienten als auch des Therapeuten!) eng zusammen.

WS 14

Schritt für Schritt zur Balance zurück – hypnotherapeutische Interventionen für akute Krisen

Stefanie Schramm, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Menschen in akuten Krisen (unterschiedlicher Genese und Ausprägung – bis hin zu suizidalen Krisen) erleben sich meist hilflos einem für sie unkontrollierbaren Geschehen ausgeliefert, fühlen sich »völlig aus der Bahn geworfen«, »nicht mehr im Gleichgewicht« und »ohne Bodenhaftung«. Ressourcen sind in diesem Zustand nicht mehr zugänglich, die eingeengte Sicht einer Problemtrance manifestiert sich. Hypnotherapeutische Krisenintervention setzt an diesen spezifischen selbsthypnotischen (Problem-)Trance-Prozessen an und macht sie nutzbar um die subjektive Kontrolle über die Situation wiederzuerlangen, einen Umgang mit den (widerstreitenden) Gefühlen zu finden und die Handlungsfähigkeit wieder herzustellen. Dieser Prozess in Richtung Wiedererlangung der Balance erfolgt Schritt für Schritt, meist sehr kleinschrittig, orientiert an der speziellen Situation und dem individuellen Tempo der Betroffenen. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen werden hypnosystemische Interventionen für Menschen in akuten (suizidalen) Krisen theoretisch und praktisch erarbeitet sowie, soweit möglich, geübt. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden im Seminar gemeinsam gesetzt.

WS 15

Mit archaischen Metaphern gezielt in die Trance

Dr. med., dipl. Ing. Stefan Steinert

Der Workshop führt von alten Heiltraditionen in die Gegenwart. Meditationen und Trance-Rituale waren damals wesentliche Instrumente der Heilung. Besonders wirksam erweisen sich Bilder und Metaphern, die, verbunden mit archaischen Reaktionsweisen, tief im Menschen verwurzelt sind u. a. in den Schriften über die Struktur der Traditionellen Chinesischen Medizin beschrieben sind. Trancen, eingeleitet durch besondere Achtsamkeitsübungen, die Bewusstsein und Körperfunktion verbinden, gelingen mit dieser Struktur leichter, erweisen sich effektiver und fördern die Motivation bei Patienten, diese Methode therapiebegleitend und zur Selbstfürsorge anzuwenden. Nach dem Verständnis der TCM kann das Unbewusste entsprechend der 5 Elemente in 
5 Hauptbereiche unterteilt werden, die wie innere Anteile oder Wirkprinzipien in uns wirken, mit individuellen Schwächen und Stärken. Im Workshop werden wir an uns selbst erleben, wie sich diese inneren Berater in geführten Trancen betrachten und therapeutisch an Hand von Fallbeispielen nutzen lassen.

WS 16

Hypnose: Ziel Autonomie?

Dr. med. J. Philip Zindel

Ist Autonomie heute überhaupt gefragt? Vorteile, Nachteile? Was heisst Autonomie im eigenen Leben, Autonomie sich selbst gegenüber? Wer oder was bestimmt, was in der Autonomie zu laufen hat? Wie muss eine hypnotische Beziehung gestaltet werden, damit sie Autonomie fördert? Wie fördert Trance selbst die Autonomie? Wie steht es um die Autonomie des Hypnosetherapeuten? Wie verhält sich Autonomie zu Opferhaltungen und wie kann ich mit Hypnose helfen, diese zu verlassen? Fragen, die wir nicht nur diskutieren werden… Wir werden über das »konsequente, interaktive Explorieren« in der Hypnose reden – und üben. Wir werden konkrete Übungen kennenlernen, die Autonomie fördern wie beispielsweise »Den Raum füllen«. Ein interaktiver und praktisch orientierter Workshop.

Grundausbildung für Anfänger

WS 17

Grundausbildung Kurs 2

Ph. D. Gary Bruno Schmid, Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

  • Vertiefung der Trance
  • Stadien der Hypnose
  • Hypnotische Phänomene
  • Theorie
  • Demonstrationen und Kleingruppenpraxis

Workshops für Fortgeschrittene

WS 18

Die Wirkung der Stimme im Kontext der Hypnose

Dr. Sabine Alex

Der Einsatz der eigenen Stimme stellt nicht nur eine Botschaftsübermittlung dar, sondern ist entscheidend für das Ergebnis einer erfolgreichen Kommunikation. Oft ist nicht nur das »was« gesagt wird entscheidend, sondern, das »wie« es gesagt wird. Eine viel zitierte Untersuchung des Psychologieprofessors Albert Mehrabian besagt, dass die Wirkung einer Botschaft zu 38 % von der Stimme abhängt. Wie viel Aufmerksamkeit aber widmen wir unserer Stimme und wie stimmig sind wir? Die Stimme ist das Spiegelbild unserer Persönlichkeit und somit ist eine ständige Weiterentwicklung möglich. Ein Patient in Trance ist besonders aufmerksam und sensibel für die Untertöne, die in der Stimme des Behandlers mitschwingen und ganz unmittelbar eine Menge über ihn mitteilen.

Inhalte: Interessantes und Wissenswertes über die Stimme. Übungen zum Auffinden der natürlichen Sprechstimmlage. Die Auswirkungen unserer Gedanken auf unsere Körpersprache werden aufgezeigt. Sensibilisierung für die Wahrnehmung der Emotionen hinter dem gesprochenen Wort. Übungen, um unserer Stimme Kraft, Volumen und Ausdruck zu verleihen. Das Einsetzen der Stimme zur Trancevertiefung. Gruppentrance zum Thema Stimme.

WS 19

Arbeit mit den Händen in Hypnose

Dr. med. Susan Balogh

Bereits im Alltag »sprechen« Menschen mit den Händen ohne dies bewusst zu steuern oder zu merken. Es gibt diverse Hypnoseeinleitungen bei denen die Hände eine wichtige Rolle spielen; durch die Methode von Rossi können Patienten durch den Einsatz der Hände in Hypnose das Unterbewusstsein mit einbeziehen um diverse Fragen und Probleme besser zu verstehen, zu verarbeiten, und zu lösen sowie neue Einsichten zu gewinnen. In diesem Workshop werden diese Methoden sowie einige Hypnoseeinleitungen geschildert, demonstriert, und von den Teilnehmern in Kleingruppen geübt.

WS 20

MEDITATION → HYPNOSE

Workshop II (Fortsetzung von Workshop I)

Dr. med. HansPeter Bruggisser

SADHANA-Meditation und Hypnose Thema: WER BIST DU? Du hast in den letzten Jahren anlässlich der SMSH-Jahreskongresse am Workshop I, Meditation Ü Hypnose teilgenommen. Dabei hast du Einblick in verschiedene Meditationsformen erhalten, neue Erfahrungen gesammelt mit Meditation und Entspannung und dir, nebst beruflichen Interessen, auch einen Tag für dein persönliches Wohlbefinden ausgewählt. Viele Teilnehmer haben sich nach diesem Workshop I für eine Fortsetzung Meditation-> Hypnose interessiert. Der Workshop II konzentriert sich hauptsächlich auf die Meditationsform »SADHANA« (Antony de Mello und Anand Najak). Die Thematik dreht sich um die Frage: »WER BIST DU?« Ohne ein Übermass an Theorie kannst du mit vielen, praktischen Übungen und dazu passenden Geschichten von A. de Mello und N. Peseschkian einen ganzen Tag versuchen, dich von deinem belastenden Alltag zu befreien, um dir wieder ein Stück näher zu kommen. Mit dieser neuen Selbsterfahrung hast du später vielleicht auch bessere Möglichkeiten, deinen Patienten bei schwierigen Lebensereignissen kompetent weiterzuhelfen.

Max. 15 Teilnehmer

WS 21

Das Geheimnis eines gelungen Rapports finden

Dr. med. Marcel Buchser, Dr. med. dent. Claude Braun

Was braucht es für einen gelungenen Rapport? Gibt es Tricks und Techniken, die einem in schwierigen Situationen helfen können oder ist alles einfach nur eine Frage des Talentes? Was sind die Schwierigkeiten, einen gelungenen Rapport zu finden? Was passiert mit meinem Gegenüber, wenn er spürt, dass es einen Rapport gibt? Wie finde ich meinen eigenen Weg zum gelungenen Rapport in ganz verschiedenen Situationen?

Mit vielen Übungen wollen wir zeigen, wie man in ganz verschiedenen Situationen einen Rapport finden kann. (Wir lernen zuerst das Pacing anzuwenden, dann ein Leading zu machen, usw., viele einfache Übungen um zu spüren, was ein gelungener Rapport mit uns macht.) Wir sehen uns 1 bis 2 Filmszenen an, wo es gelingt, einen wunderbaren Rapport aufzubauen. Wir tauchen ganz ein in das Gefühl des Rapports. Was für ein Unterschied!

WS 22

Aufklärung ohne Traumatisierung

Prof. Dr. med., Dr. rer. nat. Ernil Hansen

Statt Selbstbestimmung und Orientierung vermittelt die medizinische Aufklärung meist eine Fülle gesundheitsschädlicher Nocebo-Effekte und Negativsuggestionen und der Arzt entzieht sich aus Eigenschutz vor Aufklärungsversäumnissen der Hilfestellung. Kenntnisse über Hypnose, Trancezustand, sowie Art und Wirkung von Suggestionen können wesentlich dazu beitragen, die Traumatisierung zu entschärfen und in einer therapeutischen Beziehung das Aufklärungsgespräch positiv zu gestalten. Wir haben 11 Ansatzpunkte entwickelt und mit Juristen und Richtern auf Medizinrechtkongressen diskutiert. Eigene Studienergebnisse belegen, dass eine Aufklärung ohne Schwächung des Patienten möglich ist.

WS 23

Wickeln, Verbinden, Berühren

Dr. med. Stefan Indergand, Dr. med. Bettina Kleeb

Als Ärzte verbinden wir schmerzhafte Glieder. Wir verordnen Salben und pflegen Blessuren. Wir erinnern uns an die Geborgenheit in der Kindheit, wenn wir bei Fieber und Erkältung eingewi-
ckelt wurden. Gerüche können gute und schlechte Erinnerungen in Windeseile hervorholen. Wir zeigen in diesem Workshop die Kombination von zwei traditionellen Verfahren: Hypnose und Wickel. Die Wickel können zur Vorbereitung der Trance und als Ergänzung zur klassischen Induktionstechnik eingesetzt werden. So verbinden wir das Äussere mit dem Inneren, den Lebensraum mit dem Erleben. Ein Workshop für Kopfmenschen, Handwerker und Philosophen …

WS 24

Burnout und Hypnotherapie

Med. pract. Dieter Kloos

Gemäss ICD 10 und ICD 11 sowie DCM V stellt Burnout keine eigenständige Erkrankung dar, jedoch sind die Auswirkungen auf das gesundheitliche System und die Arbeitswelt enorm. Je nach auslösenden Faktoren, den ernsten Folgeerkrankungen, muss die Therapie auf verschiedenen Ebenen differenziert erfolgen. In wissenschaftlichen Publikationen wird auf die Effektivität der Hypnosetherapie hingewiesen. Sie ermöglicht ein erweitertes Verständnis unbewusster Prozesse zu erlangen und diese fokussiert zu verändern. Sie ist eine wichtige Ergänzung der Verhaltenstherapie (Arbeit und Korrektur an den Verhaltensweisen, die zum Burnout geführt haben). Der Therapieerfolg der Verhaltenstherapie ist unter Umständen nicht dauerhaft, da die tieferen Ursachen der Erkrankung oft nicht geklärt werden. Seminarinhalt: Aspekte der Erkrankung aus heutiger Sicht, Hypnotherapie aus der alltäglichen Praxis, praktische Übungen und Demonstrationen, Dokumentationen zum Thema.

WS 25

Bei sich bleiben im Umgang mit Angst

Dr. med. Samuel Kohler, Anna Dorothea Keller, Fachpsychologin FSP

Indem wir unsere Gefühle, auch angstvolle, achten und körperlich wahrnehmen, finden wir Wege, sie ohne Kommentar und Bewertung zu erforschen, bei uns zu sein und zu bleiben. So können wir lernen, unsere Ängste anzunehmen, ihnen auf die Spur zu kommen und sie zu transformieren. Wir zeigen, ähnlich wie in früheren Workshops, einfache hypnotherapeutische Techniken dafür. Begleitende Klänge von Gongs und weiteren Instrumenten erleichtern den Zugang zur emotionalen Innenwelt. Sie steigern den persönlichen Gewinn und können auch in der therapeutischen Situation gut eingesetzt werden.

WS 26

Anwendung der Hypnose im zahnärztlichen Kontext – eine Übersicht über Indikationen und Verfahren

Dr. med. dent. Veit Messmer

Die Hypnose ist ein gesichertes Verfahren in der zahnärztlichen Praxis geworden.

Sie wird erfolgreich eingesetzt zur: l Schmerzreduktion l Angstreduktion l Dämpfung des Würgereizes l Therapie von Parafunktionen und Myoathropthien l Positive Beeinflussung oraler Erkrankungen.

In diesem Workshop werden verschiedene Techniken vorgestellt, die schnell und effizient einsetzbar sind. Das eigene, bewährte Praxiskonzept wird anhand von Beispielen und kurzen Filmen dargestellt werden. Die Teilnehmer des Workshops können so zahlreiche Tipps für die eigene Praxis und Behandlung zahnärztlicher Patienten unter Hypnose mit auf den Weg bekommen, die ihren eigenen Praxisalltag bereichern werden.

WS 27

Wage Neues – Trau Dich Trance!

Dipl.-Psych., Dr. rer. nat. Lars Pracejus

Von einem der auszog, Hypnose zu lernen … und sie dann nicht anwendete »Ich habe zwar die Kurse absolviert, gebrauche es aber nicht. Ich weiss gar nicht so genau, warum.« »Ich traue mich nicht, Hypnose anzuwenden. Mir fehlt es an Erfahrung und Sicherheit.« In der Arbeit mit Fortbildungsteilnehmenden begegnen uns häufig Zurückhaltung und Scheu, das Gelernte einfach mal anzuwenden. Manchmal steht davor die Befürchtung, es wirke unnatürlich, passe nicht zu Therapeut oder Klient oder funktioniere schlichtweg nicht. Erfahrungsgemäss wird die Hürde grösser, je länger man mit den ersten Erfahrungen zögert, und durch fehlende Praxis bildet sich keine Anwendungssicherheit aus. Als Hypnotherapeuten wissen wir jedoch, dass wir unseren inneren Ressourcen vertrauen dürfen und unsere Intuition uns leiten wird. Praktische Übungen können diese Gewissheit festigen. Nach einer Standortbestimmung im eigenen Erfahrungsraum zeigen wir Demonstrationen vor der Grossgruppe und wenden praktische Übungen in Kleingruppen an. Am Ende des Tages darf sich die Vorfreude auf das nächste Treffen mit einem Patienten entfalten. Dieser Workshop richtet sich an Fortgeschrittene und jene, die es werden wollen. Wieder-Einsteiger sind ebenso herzlich willkommen wie Neu- Einsteiger. Grundkenntnisse in Tranceinduktionen dürfen mitgebracht werden.

WS 28

Hypnotische Hoffnungsvermittlung und Staunen üben

Dr. med. Walter Schweizer

Fördern von Hoffnung in Hypnose, mit Hilfe des Staunens als Wegbereiter der eigenen Intuition, praktische Übungen: Anwendung von Hoffnung fördernden Hypnose-Techniken unter Berücksichtigung von Ericksons Therapieansatz, des narrativen Ansatzes, der Resilienz-Forschung und Salutogenese mit ihrem Bewirken eines besseren Lebens bei Kranksein, Stress- und Problemsituationen. Staunen als starker Schüssel zur eigenen Intuition in der Hypnotherapie begreifen und fördern. Mit Demonstrationen und praktischen Übungen.

WS 29

»Vergib uns unsere täglichen Nocebos«: Erkennen, utilisieren und refraimen. 
Ein WS aus der Praxis für die Praxis

Dr. med. Rainer Hurni, Dr. med. Julia Schürch

Negative Suggestionen begleiten den ärztlichen Alltag, und wir sind uns dessen oft nicht bewusst. Ob in Medikamentenbeipackzetteln, beim Aufklärungsgespräch vor Eingriffen und Operationen, bei der Beurteilung von Röntgenbildern und im ärztlichen Gespräch: Häufig tappen wir selber täglich unwillentlich und oft unerkannt verbal und non-verbal in die Nocebo-Falle und Patienten werden dadurch beeinflusst und verwirrt. Wie wir wissen, entspricht ärztlich gut gemeinte »Wahrheit« nicht immer der Realität des Betroffenen. Das Erkennen von negativen Suggestionen – seien es eigene oder vom Patienten eingebrachte Nocebos – ist ein wichtiger erster Schritt. In diesem praktisch orientierten WS zeigen wir anhand von typischen Beispielen (bitte Aufklärungsprotokolle oder andere Beispiele aus dem Alltag mitbringen) neue praktische Wege, wie man diese kommunikativen und hypnotherapeutischen Gratwanderungen meistern könnte. Wie vermitteln wir schwierige medizinische Themen, für den Patienten schwerwiegende Diagnosen ohne unbewusste Nocebos? Wie führen wir ein Aufklärungsgespräch ohne negative Suggestionen? Wie stellen wir unsere eigenen Ängste und Bedürfnisse zurück und die Sichtweise und Perspektive der Patienten in den Vordergrund? Salutogenetische Alltagshypnose pur. Im WS stellen wir verschiedene hypnotherapeutische Konzepte und Literaturhinweise vor, und werden auch kurz die rechtlichen Grundlagen mit ganz praktischen Vorschlägen bezüglich Aufklärungsgespräch diskutieren. Das Problem »Nocebos im Alltag« betr. nicht nur unsere Patienten, sondern auch zwischenmenschlich unsere Mitarbeiter und privat unsere Angehörigen: auf Wunsch ebenfalls Thema im WS.

WS 30

Atmung nach der Buteykomethode

Dr. med. Jane Wyler-Harper

Die Atmung ist ein zentrales Phänomen, welches für unsere körperliche und psychische Gesundheit von grosser Bedeutung ist. Konstantin Buteyko entdeckte, dass wir mehr atmen als nötig, was paradoxerweise zu einer geringeren Verfügbarkeit von Sauerstoff für die Zellen führt. Buteyko entwickelte eine Methode, um dies zu korrigieren. Die Methode lehrt, wie wir mit einem kleineren Atemvolumen effizienter atmen können. Dies ist für viele Krankheiten wie Asthma, COPD, Angstzustände usw. enorm hilfreich, aber auch für sportliche Aktivitäten entstehen grosse Vorteile, ähnlich wie das Höhentraining, das Spitzenathleten vor grossen Wettkämpfe gerne absolvieren. Nach einer theoretischen Einführung werde ich in diesem Workshop einige Übungen nach Buteyko vorstellen und ausführen lassen.

Teilnehmerzahl beschränkt. Ref: Erfolgsfaktor Sauerstoff: Patrick McKeown, Riva Verlag ( 2018 )

WS 31

Die Hypnotische Gefühlsmeditation (HGM): Der sanfte Einstieg ins hypnotische Erleben und in die therapeutische Kooperation

Dr. med. Christian Ziegler, med. pract. Christian Boesch

Wie unterstütze ich meine Patienten, sich in ihrem eigenen hypnotischen Raum zurechtzufinden und ihn für therapeutische Fortschritte zu nutzen? Dies mögen Sie sich schon oft gefragt haben. In der HGM finden Sie eine hypnotische Methode, welche den Patienten den Zugang zum Unbewussten erleichtert, unter anderem weil das Loslassen weniger abrupt erfolgt. Dank der Utilisation der negativen Emotionen und ihrer Anziehungskraft fällt den Patienten zudem das Fokussieren einfacher. Im Anschluss an eine HGM tauchen die Patienten erstaunlich schnell und sicher in ihre brennenden Probleme und lebensrelevanten Themen ein. Die HGM-Therapie schliessen die Patienten Frieden mit ihren Emotionen. Die einfache Technik der HGM umfasst einzig wiederholendes Fokussieren auf eine Emotion und ein dazu passendes Bild. Der Therapeut begleitet die HGM ähnlich wie in einer eigentlichen Hypnose. In der HGM sind die wichtigsten Techniken von Milton Erickson implizit vorhanden: Utilisation von Widerstand, Gebrauch der Metaphern, allmähliche Veränderung und aktives Trainieren. Die Anwendung der HGM in der hausärztlichen Praxis und in der tiefenpsychologischen Veränderungsarbeit wird im Kurs vorgestellt und geübt. Die HGM hat sich in der hausärztlichen Praxis aufgrund ihrer Einfachheit der praktischen Umsetzung und Anwendung als besonders dankbare Methode bewährt. Zudem verkörpert die HGM die Anleitung zur Selbsthilfe, wie keine andere Technik und macht sie dadurch noch wertvoller im therapeutischen Alltag einer Grundversorgerpraxis.

WS 32

Ein Tag mit Claude Béguelin am Kaminfeuer

Dr. med. Claude Béguelin, Moderation: Dr.med. J. Philip Zindel

Für den diesjährigen Workshop »Ein Tag mit … am Kaminfeuer« konnten wir Claude Béguelin gewinnen. Claude ist ein Mann der ersten Stunde in der Geschichte der SMSH und der GHypS. Er hat als Bieler Kinderpsychiater in der Schweiz Pionierarbeit in der Kinder- und Erwachsenenhypnose geleistet und auch jahrzehntelang für die GHypS und die SMSH als beliebter Ausbilder gewirkt. Er ist massgeblich verantwortlich, dass beide Gesellschaften so freundschaftlich miteinander zusammenarbeiten. Er arbeitet immer noch in eigener Praxis und widmet sich jetzt dem Tranceleben der Vögel … Das Konzept des »Kaminfeuers« besteht darin, dass sie für die Dauer eines Ganztagsworkshops mit ausserordentlich erfahrenen Ausbildern ihre Wünsche anbringen können, ihn bei Demonstrationen erleben, alle ihre Fragen stellen, persönliche Anekdoten erfahren, konkrete Fälle oder Situationen besprechen, alles ohne durch ein gegebenes Workshop-Thema eingeschränkt zu sein. Das Programm entsteht also spontan zwischen Teilnehmern und Kursleiter. Bitte bringen sie also konkrete Fälle und Fragen, oder einfach Ihre Neugier mit.

Grundausbildung für Anfänger

WS 33

Grundausbildung – Zusätzliche Übungen

Dr. med. Martin Schmid, Dr. med. dent. Ute Stein

Vertiefung und Üben des am Donnerstag und Freitag Gelernten. Nachdem die Kurse 1 (WS 1) und 2 (WS 17) nur je 5 Stunden statt 8 dauern, müssen mit diesen zusätzlichen Übungen zusammen mit den Veranstaltungen im Plenum die restlichen 6 Stunden absolviert werden, die für den Fähigkeitsausweis gefordert sind. Die anschliessenden Grundkurse 3 und 4 werden am 20./21. März 2020 in Balsthal durchgeführt, wofür Sie sich am Seminar gleich anmelden und einen Platz reservieren können.

Workshops für Fortgeschrittene

WS 34

Die Chance der Trance –Bauchhypnose

med. pract. Eva Maria Albermann

Bauchschmerzen, Blähbauch, Durchfall, Völlegefühl, all diese Symptome eines Reizdarmsyndroms vermindern die Lebensqualität der davon Betroffenen beträchtlich. Oft fühlen sich die Patienten dem völlig ausgeliefert. Umso wichtiger ist es, ihnen mit Hilfe der medizinischen Hypnose und Selbsthypnose ein Mittel an die Hand zu geben, mit dem sie sich selbstkontrolliert entspannen können und sich auf den Weg zur Gesundung und Wohlbefinden aufmachen können. Im Workshop werden sowohl Hintergrundwissen zur Symptomentstehung und Symptomenbehebung, die Darm-Hirnachse, als auch schwerpunktmässig verschiedene Bauchtrancen angeboten.

Dazu passt ein Gedicht von Virginia Satir: Ich muss daran denken: Ich bin ich, und auf der ganzen Welt gibt es niemanden wie mich. Ich gebe mir die Erlaubnis, mich auf liebevolle Weise zu entdecken und Gebrauch von meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu machen. Ich schaue mich an und sehe ein wundervolles Instrument, das dies vermag. Ich liebe mich, ich achte mich, ich schätze mich.

WS 35

Die Löwengeschichte

Dr. med. Susan Balogh

Die traditionelle Geschichte vom Löwen, der von seinem eigenen Spiegelbild zurückschreckt, stammt aus dem afghanisch-persischen Raum. Die kurze Originalgeschichte wurde von Bernhard Trenkle ausgebaut und weiter entwickelt, und kann bei HypnosepatientInnen sowohl Suchprozesse auslösen wie auch unterschwellig wirken. Die Geschichte kann dem individuellen Patienten angepasst werden, und z. B. zwecks Ressourcenmobilisation, Problemlösung, und Selbsthypnose eingesetzt werden. Im Workshop werden die Grundgeschichte und einige Varianten mit Fallbeispielen vorgestellt.

WS 36

Reden reicht nicht! Klopfen als Buttom-up Intervention

Dr. med. Michael Bohne

Theoretischer Hintergrund: Nach Damasio ist der Körper die Bühne der Gefühle. Deshalb erscheint es nur logisch, den Körper bei der Veränderung parafunktionaler Emotionen aktiv mit einzubeziehen. Mit PEP lassen sich belastende Emotionen, wie Ängste vergleichsweise leicht und schnell und trotzdem anhaltend verändern. Darüber hinaus stellt PEP eine gute Selbsthilfetechnik für Klienten dar. In der PEP werden parafunktionale Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke mittels bifokal-multisensorischer Interventionen (BMSI) verändert. Des Weiteren wird die Selbstbeziehung konsequent durch Selbstakzeptanzübungen verbessert, was erfahrungsgemäss auch zu einer Verbesserung der Beziehung zu anderen führt. Für Ärzte und Therapeuten hat sich PEP als selbstfürsorglicher Schutz vor sekundärer Traumatisierung bewährt. Durch die Integration von PEP in die bekannten Behandlungsmethoden ergeben sich trotz der ungewöhnlichen Veränderungsgeschwindigkeit erstaunlich tiefgreifende Wirkungen.

WS 37

Das zauberhafte Tor zur Phantasie

Dr. med. Ursula Hanke, Ph. D., Gary Bruno Schmid

»Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt …« (Albert Einstein)

Als Kinder haben wir gesprüht vor Phantasie. Gleichzeitig waren wir fähig, der Welt staunend gegenüberzutreten und uns von kleineren und grösseren Wundern bezaubern zu lassen. Unterdessen ist diese Fähigkeit ein bisschen eingeschlummert. Ziel des Workshops ist es, die Tür zur Phantasie mit Hilfe von Intuition und Hypnose wieder zu öffnen, damit wir sie zu Gunsten unserer grossen und kleinen Patienten in Form von Geschichten und kleinen Zeichen anwenden können. Das hilft ihnen und uns, den zuweilen anspruchsvollen und stressigen Alltag zu erleichtern und mit einer Prise Magie aufzulockern, sowie sie und uns selber in Staunen zu versetzen.

WS 38

Suggestionen wirken auch unter Narkose

Prof. Dr. med., Dr. rer. nat. Ernil Hansen

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass auch bei Bewusstlosen die Hörbahn intakt ist und verbale Suggestionen aufgenommen werden. In einer Meta-Analyse haben wir 32 randomisiert-kontrollierte Studien mit über 2100 Patienten evaluiert, die Effekte von Suggestionen vom Band während Operationen untersucht haben, und konnten zwar keine Reduktion von Schmerzen aber weniger Medikamentenbedarf und eine verbesserte Erholung nachweisen. Nun haben wir eine eigene multizentrische Studie mit über 400 Patienten abgeschlossen, die mittlere bis starke Effekte auf postoperative Schmerzen und Übelkeit, eine erhöhte Schmerztoleranz, sowie eine deutliche Senkung des Bedarfs an Analgetika und Antiemetika zeigt. Damit steht eine einfache, kostensparende, aus der Hypnotherapie abgeleitete Methode zur Medikamenteneinsparung und Verminderung der Nebenwirkungen von Operation und Narkose zur Verfügung.

WS 39

Verbundenheit und Selbstfürsorge mit ganzheitlich innerem Gewahrsein und Ego State Therapie

Kerstin B. Hentschel, MSc, Psychotherapeutin, Fachpsychologin FSP

Sie werden eingeführt in das beziehungsorientierte Arbeitsmodell der Ego State Therapie und die dabei ablaufenden Parallelprozesse zwischen Klient und Behandler. Sie erfahren etwas über die Wichtigkeit des Grundprinzips von Verbundenheit und Sicherheit im Sinne der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges und darüber wie die Selbstregulationsfähigkeiten des Klienten unmittelbar durch die Selbstregulationsfähigkeiten des Behandlers im Sinne von Co-Regulation gestärkt werden können. In einer Demo-Sitzung sehen sie wie sich ressourcenvolle Ego States verkörpern und verankern lassen und auch eine Integration von verletzlichen Ego States möglich ist. Dies können sie im nachfolgenden Übungsteil 1 selbst für sich erfahren und erkunden. In einem zweiten Übungsteil werden sie vertraut gemacht mit weiteren Ressourcen stärkenden Übungen und praktischen Anwendungen der Polyvagalen Theorie.

WS 40

»Lieben Sie Brahms?« – Hilfreiche Idole

Dr. med. Martin Keller

Wie Ronja Räubertochter, Leonardo und die Gebrüder Grimm, Nena und Udo Lindenberg die Hypnose bereichern … In Trance ist der Mensch besonders empfänglich für Symbole, die seine Lebenswirklichkeit widerspiegeln. Sie stärken das Gefühl von Vertrautheit und kommen dem Wunsch nach Orientierung entgegen. Solche (Vor-)Bilder wirken unterstützend und ermutigend, weit über verbale Affirmationen hinaus. Der Workshop veranschaulicht, wie Elemente aus Kunst, Musik und Literatur in der Hypnose genutzt werden können.

WS 41

Mit Hypnose die Psychohygiene des Alltags gestalten

Dr., Dipl-Psych. Hans-Christian Kossak

Im alltäglichen Arbeits- und Tagesablauf treten immer wieder Störungen oder Ärgernisse auf, die Belastungen, Anspannungen, Stress erzeugen und unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Im Seminar werden Vorschläge zur Bewältigung solcher Alltagsprobleme gegeben. Im Vordergrund stehen Hypnose-Interventionen für den Kurzzeit- und Langzeitgebrauch, die zur grösseren Ausgeglichenheit und inneren Ruhe und damit zur psychischen Stabilisierung führen sollen, also zur Verbesserung der Lebensqualität in Freizeit, Beruf und Schlaf. Die Hypnose-Interventionen werden vorgestellt, demonstriert und in Kleingruppen vertieft.

WS 42

Hypnose musikalisch?

Dr. med. Carlo Lang

Ein musikalischer Workshop ohne akustische Musik. Für diesen Workshop braucht es Freude an Musik. Es ist keinerlei musikalische Ausbildung notwendig. Aus meinen musikalischen Erfahrungen und Konzepten werde ich verschiedene Wege und Möglichkeiten vorschlagen. In der Musik können verschiedene Stimmen gleichzeitig sprechen. An welche Musik erinnert dich die Stimme deines Gegenübers? Wie möchtest du die Hypnose »musikalisch« gestalten? In diesem Workshop geht es darum, die eigene Erfahrung und Vorstellung von Musik hypnotisch anzuwenden. Soll diese Hypnose eher melodiös oder rhythmisch verlaufen? Eher Dur oder eher Moll? Symphonisch, Pop-Song, Kinderlied oder frei improvisiert? Die Teilnehmer wählen ihr Vorgehen nach ihren eigenen Vorstellungen und Erfahrungen aus und üben in Zweiergruppen. Ihr Gegenüber gibt ihnen Anregungen und Impulse, wie sie ihr hypno-musikalisches Konzept verwirklichen wollen. Sie lassen sich inspirieren. Im Plenum werden dann die Erfahrungen ausgetauscht.

Der Workshop ist für alle, Anfänger, Fortgeschrittene und maximal 2 Koryphäen.

WS 43

Spiele und Räume als Ressource

Dr. med. Alexandra B. Rosmus

Zielperson dieses Workshops bist vorerst du selber und deine spielerisch-kreative Seite. Als Internistin, Psychosomatikerin und Theaterpädagogin verbinde ich gerne, was angeblich nicht zusammengehört: Spielen und agieren in Trance. Jeder Mensch – Ratsuchender und Therapeut – besitzt ein riesiges kreatives Potential, oft verschüttet oder ungenutzt. Dieser Workshop soll neue Spiel-Räume öffnen, zum Ausprobieren ermutigen und zur inneren Balance beitragen. Als Warm up laden Bälle dazu ein, uns auf uns selber, unser Gegenüber oder die Gruppe einzuschwingen und zu fokussieren – auf ganz entspannte Weise. Durch Bewegung in Verbindung mit weiteren Elementen und Sinnesqualitäten erweitern wir die Möglichkeiten unseres eigenen Leading+Pacing und lassen uns überraschen. In vielen kleinen Übungen, ergänzt durch Gruppentrancen, entdecken wir neue Spielformen und Geschichten für unseren Alltag.

WS 44

Hypnose und Selbsthypnose bei Migräne und anderen Kopfschmerzen

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor

Mit Bezug zu pathophysiologischen Erkenntnissen über Migräne und andere Kopfschmerzen werden Hypnosetechniken vermittelt. Es handelt sich um teils einfache, teils komplexere, aber schnelle und effiziente Techniken, die sich im klinischen Alltag bewährt haben und als Selbsthypnosetechniken gut vermittelbar sind. Bei akuten Schmerzen einsetzbare Methoden werden unterschieden von präventiv anwendbaren Techniken, teils über verbesserte Stresskontrolle, teils durch spezifische Effekte, wirksam sein könnten. Probiert und geübt wird in Kleingruppen, mit dem Ziel, das Erlernte bereits in der Woche darauf in der Sprechstunde einzusetzen.

WS 45

Walkshop – eine hypnotische Wanderung!

Dr. med. Hans Wehrli, Dr. med. Edy Riesen, Matthias Kofmehl (Horn)

»… Du besteigst den Squaw Peak und hast von allem eine neue Sicht …«, so schickte Milton H. Erickson die Rat Suchenden auf den Weg.

Nicht immer muss der Seminarraum-Stuhl die Verbindung zur Erde darstellen. Auch Wiese, Erde, Wurzeln, Stein, Asphalt vielleicht sogar Schnee unter den Füssen können nicht nur die physische Basis einer langen, tiefen, Trance, sondern auch nachhaltiger hypnotischer Lernerfahrungen sein. Wir wandern durch den weiteren Lebensraum unseres Seminars und sind offen für Neues. Trance in Bewegung und gleichzeitig im Austausch mit den Urkräften von Natur und Kunst bringt uns in Kontakt mit einer tiefen Seite in uns, lässt uns das Prozesshafte erleben und führt uns zurück zum Einfachen und Fundamentalen, welches vielleicht auch im Sprechzimmer wieder vermehrt Grundlage für kreatives Arbeiten sein kann. Wie das Leben, findet der Walkshop bei jeder Witterung statt. Entsprechende Kleider, Schuhe, aber auch Geländegängigkeit und genügend Atem für ein paar Höhenmeter sind von Vorteil.

WS 46

Die »Aktive Introjektion des Therapeuten in Hypnose«

Dr. med. J. Philip Zindel

Die Methode der aktiven Introjektion des Therapeuten wurde ursprünglich für die Psychotherapie mit psychotischen Patienten zusammen mit G. Benedetti entwickelt. Sie setzt die spezielle Beziehung, die in der hypnotischen Situation entsteht, auf eine besonders intensive Art ein. Dabei wird der Therapeut sehr vorsichtig in Form eines Symbols in das hypnotische Erleben des Patienten eingeführt, und dieses Symbol wird dann durch die Interventionen des Therapeuten lebendig gemacht. Dies erlaubt nicht nur die wirkliche Rolle des Therapeuten im unbewussten Erleben des Patienten genauer zu orten, sondern ermöglicht auch sehr gezielte therapeutische Interventionen. Diese Methode deckt ein Indikationsfeld ab, das weit über die Psychosen hinausgeht, und erweist sich als besonders nützlich in Situationen, in denen die Orientierung in der Therapie schwierig geworden ist. Sie kann auch ergänzend in andere Formen der hypnotischen Arbeit eingebaut werden wie z. B. in die Traumarbeit, in die Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen etc.
Dieser Workshop wendet sich in erster Linie an psychotherapeutisch oder psychosomatisch tätige Hypnosetherapeuten. Das Hauptgewicht der Arbeit im Workshop wird auf der praktischen Anwendung und der Selbsterfahrung beruhen, aber auch dem vertieften Verstehen der Methode und der hypnotischen Beziehung wird ein wichtiger Platz zustehen. Es wird auch Platz geben für die Besprechung konkreter klinischer Fälle, für Rollenspiele etc.