Workshops

Workshops für Fortgeschrittene

WS 7

»Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Der Nutzen von Sprachlichen Bildern!

Dr. med. Gabriele Emmerich

Suggestionen und Hypnotherapeutische Kurz-interventionen und die Verwendung von Worten, die innere Bilder produzieren werden hauptsächlich in diesem Kurs geübt. Der Nutzen sprachlicher Bilder: Viele Patienten fühlen sich überfordert, wenn sie auf abstrakte Weise mit psychotherapeutischen Inhalten konfrontiert werden. Eine Verständigungshilfe ist das Paradigma, das Beispiel, das sprachliche Bild oder die orientalische Geschichte und stellt so in einer Form innerseelische, zwischenmenschliche oder allein gesellschaftliche Konflikte dar und bietet Lösungsmöglichkeiten an. Das mythologische Paradigma verhilft zu einem distanzierten Verhältnis den eigenen Konflikten gegenüber. Die Geschichte wird zum Spiegel. Wir erläutern und üben interaktiv die multiplen Ebenen (Erickson, Rossi) von Bedeutung und Kommunikation durch Witze, Wortspiele, Metaphern, Weisheitssprüchen und orientalischen Geschichten (Peseschkian). Mit Beispielen psychosomatischer Erkrankungen des Auges (chronische rezidivierende Entzündungen, Augeninnendruckschwankungen, traumabedingte Sehstörungen) und des Herzens ist dies ein Workshop von Praktikern für Praktiker und letztendlich eine Oase der Entspannung!

WS 8

Lernverbesserung mit Hypnose

Dr., Dipl. Psych. Hans-Christian Kossak

Lernen ist ein störanfälliger Prozess von Aufnehmen, richtigem Abspeichern und Lagern im Gehirn und richtigem Abfragen mit Wiederfinden im Speicher und letztlich angemessenem mündlichem und schriftlichem Verarbeiten. Der Seminarleiter befasst sich seit vielen Jahrzehnten mit der Theorie und Praxis des Lernens in Verbindung mit Hypnose. Das Seminar umfasst Hypnosemethoden, Neuropsychologie, Lerntheorien und Lerntherapie zur Lernverbesserung. Vorgestellt, demonstriert und geübt werden dazu Suggestionen z. B. bei geringer Lernmotivation, Lernbeeinträchtigung, Lern- und Leistungsstörungen. Bekannt ist sein Buch «Lernen leicht gemacht»; das Seminar befasst sich darüber weit hinausgehend intensiv mit dem Nutzen von zahlreichen Hypnose-Interventionen.

WS 11

Erholung fürs Ich – Hypnosystemische Selbststeuerung

PD Dr. med. Uwe Ross

Hintergrund: »Am liebsten bin ich ganz ich selbst, aber ich komme so selten dazu.« – Arbeitslast und Zeitdruck fordern unsere Ich-Instanz und generieren nicht selten Stress-Folgestörungen als Ausdruck einer Ich-Erschöpfung. Im Workshop werden Interventionen vermittelt, die den raschen Zugang zum Selbst und die Ausrichtung unwillkürlich-automatischer Erlebnisprozesse erlauben, um öfter »Ganz-man-selbst« zu sein. Hypnose wird als Mittel einer freiheitsorientierten Selbststeuerung erfahrbar, die das Ich entlastet, die Selbst-Resonanz und die Ich-Selbst-Kooperation fördert und einen Zustand von Mühelosigkeit kultiviert. Lernziele: Sie erleben wirksame Kurzinterventionen auf der Basis eines neurobiologischen Modells der Selbststeuerung aus Hypnose, Health-NLP u. a. Ablauf: Kurz-Input zur Arbeit, Demonstration, praktische Übungen Didaktische Mittel: Live-Demonstration, Partner-/Gruppenübungen

Workshops für Fortgeschrittene

WS 19

Archaische Trancesprache und ihre therapeutische Anwendung

Prof. Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. Walter Bongartz

Über Zeiten, Kontinente und Kulturen hinweg hat sich eine immense Vielfalt an Tranceritualen entwickelt, denen trotz ihrer Unterschiedlichkeit zwei Invarianten gemein sind. 1. Die Grundstruktur der Trancesprache ist in allen Kulturen dieselbe. 2. Trance wird überwiegend zur Emotionsregulation eingesetzt. An den Interventionen in Trance ist das traditionelle »Ich« in der Regel nicht beteiligt (Entlastung des Ich). In modernen Psychotherapien hingegen ist das »Ich« gefordert, manchmal überfordert. Es muss Zusammenhänge einsehen, es muss Expositionen durchstehen, es muss den Verdrängungswiderstand aufgeben etc. Im Kurs wird das ich-entlastende Behandlungsprinzip der »archaischen Psychotherapie« anhand praktischer Beispiele, Demonstrationen und Übungen vermittelt und gezeigt, wie sich archaische Interventionen mittels der modernen Trancesprache in der heutigen psychotherapeutischen Arbeit effektiv verwirklichen lassen.

WS 23

Hypnotherapeutische Aspekte der Behandlung chronischer Schmerzen

Dr. med. Hansjörg Ebell

Chronische Schmerzen – eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten. Aus hypnosystemischer Perspektive gilt es, Ressourcen (Copingfähigkeiten, Selbstkompetenz) zu fördern, Hindernisse auf dem Weg zu Linderung und Heilung zu recherchieren und individuelle Entwicklungen zu fördern. Optimal ist eine Kooperation der TherapeutInnen als ExpertInnen für die Perspektive auf Schmerz als Symptom einer Krankheit (Pathogenese) und der PatientInnen als ExpertInnen für ihr Leiden an Schmerzen als Erfahrung, ihr krank sein. Neuropsychologisch: Das durch Schmerz, Stress und Ängste aktivierte Behavioral Inhibition System (BIS) braucht als Gegengewicht Impulse für das Behavioral Activation System (BAS). Eine Behandlung, die sich nur an Vermeidungszielen (Schmerz-»Bekämpfung«) ausrichtet, führt in einer Chronifizierungsspirale immer tiefer; stattdessen braucht es Annäherungsziele und Erfolgserlebnisse; Neuroplastizität ist sowohl Grundlage einer Chronifizierung wie auch von Rehabilitation und Heilung. (Lit.: Versch. Publikationen auf www.doktorebell.de)

WS 26

Die Kunst des Therapeutischen Erzählens – Wie wir therapeutisch wirksame Metaphern und Geschichten finden, entwickeln und erzählen

Hammel Stefan, HSB, systemischer Therapeut, Hypnotherapeut und Autor

Erzählen ist von jeher ein zentraler Bestandteil von Hypnotherapie. Oft fehlt jedoch eine Orientierung gebende Systematik: Was wirkt an einer Metapher oder Anekdote? Wie entdecke ich eine nützliche Geschichte? Wie baue ich sie auf? Wie bette ich sie ein? Wie erzähle ich sie? Der übungs- und anwendungsorientierte Workshop vermittelt Techniken, um individuelle Geschichten in der Beratung spontan zu entwickeln und sie wach oder in Trance zu erzählen. Ziel ist es, Methoden zu vermitteln, um .. l wirksame therapeutische Geschichten für Patienten zu finden l passende Beispielgeschichten für spezifische Lebenssituationen zu erfinden l Problemmetaphern von Patienten in Lösungsmetaphern zu transformieren, die sie unwillkürlich in ihre Wirklichkeit reintegrieren.

Workshops für Fortgeschrittene

WS 38

Was Sie immer schon über Hypnose wissen wollten

Dr., Dipl-Psych. Hans-Christian Kossak

Es gibt immer noch Vorurteile gegenüber Hypnose, die bei Patienten zu Fehlannahmen zur Hypnose-Wirkungen oder sogar zu Ängsten führen. Im Seminar werden dazu anhand von drei Themen umfangreiche Erklärungen aus der Ethologie, Wahrnehmungsforschung, Neuropsychologie und Hypnoseforschung gegeben. Natürlich werden alle Fragen zur Hypnose beantwortet und diskutiert. Zahlreiche und sehr seltene Bilddokumente dazu: Angst vor dem Hypnoseblick? Dazu wissenschaftliche Erklärungen – von unseren Urahnen bis heute. Tierhypnose: Ob die Schlange das Kaninchen hypnotisiert? Wie Pawlow bei seinen Experimenten auf die Hypnose kam und vieles mehr. Hypnose im Comic: Wirkt die Hypnose-Einleitung so schnell? Gibt es Willenlosigkeit, Aggression, Altersregression, unkontrolliertes, dummes oder sogar kriminelles Verhalten in Trance?

WS 44

»Wackle zurück zu Dir«

Dr. med. Martin Schmid

In diesem Workshop lernen sie einen Gegenstand kennen, der ihnen und ihren Patienten anschaulich und hypnotisch eine zentrale therapeutische Botschaft vermittelt. Sie werden überrascht in einem Trance auslösenden Moment eine einfache Wahrheit erkennen: Wenn du etwas auf Deine Art machst, wenn du auf Dich vertraust, geht es leichter! Dieser Aha-Effekt macht es möglich uns für unsere Bedürfnisse zu öffnen und führt uns zu unserem verkörperten Selbst. Wir begreifen wie wichtig es ist uns selbst wahrzunehmen und auf uns zu hören. Als Anker kann dieser Gegenstand uns durch einen Veränderungsprozess begleiten, indem wir uns immer wieder die Frage stellen: Bin ich »mit« und »für« mich oder »gegen« mich? Und wir lernen in zunehmenden Mass uns selbst zu vertrauen!