Programm

14.30–17.00 Uhr

Kornhaus P4

Die Freude und Kraft des Gegenwärtig-Seins
MBSR – »Mindfulness-Based Stress Reduction«

Béatrice Heller, Psych. Beraterin, MBSR-Lehrerin & -Ausbildnerin

Vor 40 Jahren entwickelte der amerikanische Molekularbiologe Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn »Stressbewältigung durch Achtsamkeit« (MBSR) für Schmerzpatienten des Medical Center der Universität von Mass./USA. Dieses wissenschaftlich vielfach untersuchte 8-wöchige Programm offeriert einen hilfreichen Umgang mit physischen und psychischen Leiden oder Schmerz. Im Zentrum steht die Absicht, ein Moment-zu-Moment Gewahrsein zu kultivieren und die Frage, wie sich der bewusstere und konstruktivere Umgang mit den Herausforderungen des Lebens auf die allgemeine Lebensqualität auswirkt. Die Absicht dieses Workshops liegt einerseits darin, die theoretischen Grundlagen von MBSR und Achtsamkeit aufzuzeigen. Hauptsächlich wollen wir aber einige Kernelemente des Programms direkt erleben und darüber austauschen, wie sich das Gegenwärtig-sein auf Nicht-Identifikation und Gelassenheit im Angesicht von Leiden/Stress zu etablieren vermag.

Dieser Workshop ist ausschliesslich für die Seminar-Referenten gedacht. (Welche sich bitte dazu anmelden wollen).

Unsere Referenten sind nicht fürstlich belohnt. Als Anerkennung für viel idealistische Arbeit bieten wir ihnen jedes Jahr einen Anlass, wo auch sie aufnehmen und profitieren können.

18.30 Uhr

in der Falkensteinerstube im Kreuz

Gemeinsames VIP-Abendessen

Auf eigene Kosten, für Insider und alle die es werden wollen. Alle sind herzlich eingeladen. (Wir bitten in jedem Fall um Anmeldung auf der Anmeldekarte oder auf dem online-Anmeldeformular).

09.00 Uhr

Entrée des Kornhauses

Öffnung des Seminar-Sekretariats

Das Sekretariat ist bereits am Mittwochabend für sie bereit. Kenner reisen zur Einstimmung schon am Vorabend an. Je früher sie kommen, umso eingehender können wir sie informieren und beraten.

10.00–10.15 Uhr

Rösslisaal

Begrüssung durch den Präsidenten

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor

10.20–10.50 Uhr

Rösslisaal

Vortrag: »Placebo, Nocebo und das Gehirn – Potentialentfaltende Kommunikation & Personenzentrierte Medizin«

Dr. sc. ETH, Peter Krummenacher

Placebo- und Nocebophänomene sind faszinierende Beispiele für Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist. Sie stellen aktive und messbare psychoneurobiologische Prozesse des Gehirns dar, die als solche einen positiven (Placebo) oder auch negativen (Nocebo) Einfluss auf Heilungsprozesse haben.

Der Vortrag erläutert die klinische Relevanz von Placebo- und Noceboprozessen im medizinischen Kontext und stellt zugrundeliegende neurobiologische und psychologische Mechanismen dar. Anhand von experimentellen Studien wird beispielhaft gezeigt, welche Bedeutung und Auswirkungen psychologische Faktoren wie Behandlungserwartungen des Patienten als auch des Arztes, die Arzt-Patient-Kommunikation sowie unbewusste Lernprozesse auf den Genesungsprozess haben.

Es wird darüber hinaus dargelegt, wie durch die potentialentfaltende Kommunikation der Personenzentrierten Medizin wirksame Behandlungen systematisch und passgenau durch Maximierung von Placebo­ und Minimierung von Nocebokomponenten täuschungsfrei zum Wohle des Patienten optimiert werden können.

10.55–11.30 Uhr

Rösslisaal

Vortrag: Kriseninterventionen nach Katastrophen – was hat Hypnose damit zu tun?!

Stefanie Schramm, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Katastrophen brechen in unser Leben ein, lassen sich nicht vorbereiten und werden als starke (reale oder gefühlte) Bedrohung empfunden. Je nachdem, ob man das Geschehen direkt oder indirekt erlebt, ergibt sich eine unterschiedliche Betroffenheit. Bei aller Individualität ist es aber gerade ein Kennzeichen solcher, potentiell traumatischer, Ereignisse, dass sie eine starke problemtrance-induzierende Wirkung haben (können), die sich auch auf die Helfer übertragen kann.

Daher kann es sowohl in der Akuthilfe als auch in der mittel- und langfristigen Betreuung der Betroffenen sehr hilfreich sein, diese Ereignisse unter hypnosystemischen Gesichtspunkten zu betrachten. Daraus ergeben sich verschiedene Ideen zur Unterstützung der Betroffenen im Sinne eines »Ent-Hypnotisierens« unter Nutzung der hypnosystemischen Sprachmuster: kleinschrittige Verschiebung des Fokus; Reassoziation von Ressourcen zur Selbstberuhigung und Stabilisierung; Etablierung von Möglichkeiten, negative selbsthypnotische Prozesse zu unterbrechen; Utilisation der eigenen, als unangenehm (oder sogar unaushaltbar) erlebten Reaktionen, u. a. Auch für den Eigenschutz der Helfer während und nach solchen Ereignissen ist das Wissen um die hypnotischen Prozesse in solchen Situationen hilfreich, um nicht ebenfalls in die Problemtrance zu geraten (bzw. dies zu bemerken und wieder herauszukommen).

Im Vortrag wird dieses Geschehen an einigen praktischen Beispielen aus der Arbeit der Referentin (u. a. nach dem Germanwingsabsturz 2015) dargestellt.

12.00–13.30 Uhr

Workshops 1–16

Die Workshopräume befinden sich im Rössli, im Kornhaus, im Kreuz, im Bürgerhaus und im Seminarraum der Raiffeisenkasse und sind angeschrieben. Zudem erhalten sie mit ihren Unterlagen beim Einchecken einen Situationsplan.

13.30–14.45 Uhr

Mittagspause

(Bitte das Mittagessen mit der Anmeldung bestellen.)

Die Mittagessen sind im Seminarpreis NICHT inbegriffen. Mit der Anmeldung für das Seminar können sie sich gleichzeitig auch für ihre Mittagsverpflegungen anmelden. Das Seminarhotel bietet am Donnerstag und Freitag im Kreuzsaal ein Mittagsbuffet zu je Fr. 45.– an. (Salatbuffet, Pasta, Fisch, Fleisch und Dessert). Damit sich die Küche entsprechend vorbereiten kann bitten wir um Angabe ob sie vegetarisch, vegan oder konventionell essen! Die Verpflegungskosten werden zusammen mit den Kursgebühren in Rechnung gestellt. In ihrer Kongressmappe finden sie die BONs, welche sie dann jeweils abgeben müssen! Nicht bezogene Verpflegungen werden nicht rückvergütet.

Die Pausenverpflegungen sind in den Seminargebühren inbegriffen.

14.45–18.15 Uhr

Workshops 1–16 • Fortsetzung

19.00 – ca. 21.00 Uhr

Rösslisaal

Generalversammlung der SMSH

Die Mitglieder der SMSH sind gebeten, mit ihrer aktiven, kritischen Teilnahme die Arbeit des Vorstandes zu würdigen.

Das Team im Restaurant Kreuz wird uns nachher trotz vorgerückter Stunde noch bewirten.

10.00–18.30 Uhr

Entrée des Kornhauses

BÜCHERTISCH

Der Büchertisch der Buchhandlung Schreiber ist bereit und bleibt bis Freitagabend 18.30 Uhr.

08.30–10.00 Uhr

Rösslisaal

Fallvorstellung

Moderation: Dr. med. J. Philip Zindel

Kolleginnen und Kollegen aus der Basis – sprich: Nicht-prominente – und aus den verschiedenen Sparten, bieten anhand einer kurzen Fallvorstellung aus ihrer Hypnosepraxis einen Einblick in ihre »Küche«, in ihre Kreativität, in ihre Nöte, Erfolge, Misserfolge und Reflexionen. Es geht dabei weder um die Präsentation von vorbildlichen Therapien noch um öffentliche Supervision, sondern um anregende Bilder, die Mut machen sollen, sich selber vermehrt an die Hypnose zu wagen und vielleicht auch selber einen Fall vorzustellen.

Melden Sie sich bei Dr. med. J. Philip Zindel, Hauptstrasse 17, 4102 Binningen, Fax: 061 731 34 23 E-mail: j.philip.zindel@bluewin.ch

Ihr Beitrag kann Ihnen für den Fähigkeitsausweis angerechnet werden.

10.30–12.00 Uhr

Workshops 17–32

12.00–13.45 Uhr

Mittagspause

(Bitte BON mitnehmen.)

13.00–13.30 Uhr

Kornhaus P3

Mittagstrance

mit Dr. med. dent. Ute Stein

13.45–17.15 Uhr

Workshops 17–32 • Fortsetzung

18.30–19.30 Uhr

Rösslisaal

Das Freitag-Abend Konzert im Plenum

Tango-Trio »Los Milonguitas«

Das Tangotrio Los Milonguitas wurde 2014 vom Pianisten Pablo Murgier und vom Bandoneonisten Simone Tolomeo gegründet.

In den Milongas (Lokal, wo man Tango tanzt) in Buenos Aires spielten sie die Tangos der »goldenen Epoche« (40er bis 50er Jahre) und orientierten sich an den guten Tangotänzern. Von diesen, sowie von Jazz, Rock und argentinischer Folklore beeinflusst, begannen sie die klassischen Tangos und die neuen Eigenkompositionen mit zeitgenössischen Elementen zu vermischen. Seit März 2017 gaben Los Milonguitas über 100 Konzerte in Tourneen von Europa bis nach Russland in mehr als 20 Ländern. 2017 kam ihre erste CD »Los Milonguitas« heraus. Ihre spannende und anspruchsvolle Musik ist auch für Nicht-Tangueros ein voller Genuss.

Pablo Murgier: Piano
Simone Tolomeo: Bandoneon
Seba Noya: Kontrabass

20.00– ca. 2.00 Uhr

Kreuzsaal

Trance-Buffet mit Musik und Tanz

Für die musikalische Unterhaltung sorgt das »LaMarotte Swingtett«.

Bitte melden sie sich deshalb frühzeitig mit beiliegender Anmeldekarte an. Das »trockene Gedeck« kostet Fr. 90.–. Es wird ihnen mit dem Seminarbeitrag in Rechnung gestellt.

08.30–09.00 Uhr

Rösslisaal

Vortrag: Haltung, Rahmung und Aktivierung von 
Selbstwirksamkeit als nichtsprachliche hypnotherapeutische
Interventionen für gelingende Veränderungsprozesse

Dr. med. Michael Bohne

Theoretischer Hintergrund: Nach Damasio ist der Körper die Bühne der Gefühle. Deshalb erscheint es nur logisch, den Körper bei der Veränderung parafunktionaler Emotionen aktiv mit einzubeziehen.

Mit PEP lassen sich belastende Emotionen, wie Ängste vergleichsweise leicht und schnell und trotzdem anhaltend verändern. Darüber hinaus stellt PEP eine gute Selbsthilfetechnik für Klienten dar. In der PEP werden parafunktionale Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke mittels bifokal-multisensorischer Interventionen (BMSI) verändert. Des Weiteren wird die Selbstbeziehung konsequent durch Selbstakzeptanzübungen verbessert, was erfahrungsgemäss auch zu einer Verbesserung der Beziehung zu anderen führt. Für Ärzte und Therapeuten hat sich PEP als selbstfürsorglicher Schutz vor sekundärer Traumatisierung bewährt.

Durch die Integration von PEP in die bekannten Behandlungsmethoden ergeben sich trotz der ungewöhnlichen Veränderungsgeschwindigkeit erstaunlich tiefgreifende Wirkungen.

09.05–09.35 Uhr

Vortrag: Schnellinduktionen in der zahnärztlichen Praxis

Dr. med. dent. Veit Messmer

Zahnärzte werden in der täglichen Praxis mit diversen anspruchsvollen Patienten und Situationen konfrontiert.

Angstpatienten, anstrengende Kinder, Würger, Blutungen und Schmerzen intraoperativ, Personalstress etc.

In diesem Vortrag werden schnelle, wirkungsvolle Techniken aus der täglichen Praxis vorgestellt, ein »Hypnococktail« von Bewährtem, schnell und wirksam einsetzbar in der Zahnarztpraxis, und in jeder medizinischen und psychologischen Praxis, die Herausforderungen schnell und wirksam hypnotisch beantworten möchte.

09.45–12.30 Uhr

Workshops 33–46

12.30–13.00 Uhr

Rösslisaal

Rückblick und Ausblick – Abschluss der Tagung

Prof. Dr. med. Peter Stephan Sandor